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Panik an der Wall Street: Dow Jones fällt um 1600 Punkte

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Trotz starker Konjunktur  

Panik an der Wall Street – Dow fällt um 1600 Punkte

06.02.2018, 11:14 Uhr | dru, dpa, rtr, t-online.de

Die US-Börsen sind mit den schwersten Verlusten seit Jahren in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones verlor über 1000 Zähler und rutschte unter die Marke von 25.000 Punkten. (Screenshot: Reuters)
Dow Jones fällt um mehr als 1000 Punkte

Die US-Börsen sind mit den schwersten Verlusten seit Jahren in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones verlor über 1000 Zähler und rutschte unter die Marke von 25.000 Punkten.

New Yorker Börse in Aufruhr: Der Dow Jones fällt um mehr als 1000 Punkte. (Quelle: Reuters)


Händler sprechen von einem der schwärzesten Tage für die Aktienmärkte seit Jahren: Auch zu Wochenbeginn gerät die Börse in New York massiv unter Druck. Grund ist gerade die aktuelle Stärke der US-Wirtschaft.

An den US-Börsen hat sich am Montag im späteren Handel Panik breit gemacht. Der Dow Jones Industrial geriet massiv unter Druck und lag zeitweise über sechs Prozent oder 1600 Punkte im Minus. Am Ende büßte er fast 1200 Punkte ein und ging mit einem Verlust von 4,6 Prozent aus dem Handel.

Marktanalyst Craig Erlam vom Devisenbroker Oanda sprach von einem "Flash Crash" an der Wall Street und Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners ergänzte: "Viele Anleger sind regelrecht in Panik verfallen." Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research sah im freien Fall des Dow "den schwärzesten Tag für die Aktienmärkte seit Jahren".

Hintergrund der Turbulenzen: Die starken US-Konjunkturdaten heizen die Sorge an, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen. Und das treibt die Anleger in Scharen aus dem Markt. In den Wochen zuvor war die New Yorker Börse noch von Rekord zu Rekord geeilt. Am 26. Januar markierte der Dow bei 26.616 Punkten ein Allzeithoch.

Anleger befürchten steigende Zinsen

Analysten warnten bereits vor einem überhitzten US-Aktienmarkt und erhöhten Korrekturgefahren. Öl ins Feuer gossen Ende vergangener Woche die Arbeitsmarktdaten mit einer unerwartet starken Lohnentwicklung. Das wiederum könnte die Inflation anheizen und der US-Notenbank Fed Argumente für eine Zinserhöhung liefern.

Analyst Michael Antonelli vom Handelshaus Robert W. Baird erklärt: "Was für den durchschnittlichen Amerikaner gut ist, ist für den Aktienmarkt schlecht." Eine nahezu erreichte Vollbeschäftigung und steigende Löhne könnten dazu führen, dass sich auch die Inflation dem Ziel der Fed nähert. Statt der erwarteten zwei bis drei könnten damit vier Zinserhöhungen in diesem Jahr anstehen.

Die Folge: Die Investoren bedienen sich am Rentenmarkt und verlieren die Lust auf Aktien. Zehnjährige US-Anleihen rentieren so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch der US-Dollar steigt.

In den vergangenen drei Handelstagen hat der Dow Jones damit eine Billion Dollar an Marktwert verloren. Die seit Jahresbeginn eingefahrenen Gewinne sind komplett wieder aufgebraucht.

Verwendete Quellen:
  • dpa, Reuters

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