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Mietschock: Experten warnen vor Teuerung

16.09.2010, 12:21 Uhr | mash, dapd, dapd, t-online.de

Mietschock: Experten warnen vor Teuerung. Experten prophezeien für Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigende Mieten (Foto: imago)

Experten prophezeien für Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigende Mieten (Foto: imago) (Quelle: imago)

Das geplante Energiekonzept der Regierung schockt nicht nur Hausbesitzer - auch Mieter sind davon betroffen. Der Branchenverband Haus & Grund (H&G) geht davon aus, dass sich Millionen Mieter in Deutschland auf dramatisch steigende Kosten einstellen müssen. Der Zwang zur Sanierung werde dazu führen, dass die Mieten um bis zu 280 Prozent steigen, erklärte der Verband.

Bis 2050 könnten sich die Mieten je nach Stadt verdoppeln - wenn nicht gar verdreifachen, errechnete der Verband laut "Bild". Der Grund: Die Sanierungspläne der Bundesregierung. Im Rahmen des Energiekonzepts sollen bis 2050 alle Gebäude so saniert sein, dass sie keinerlei C02 mehr abgeben. Das ist der so genannte "Null-Emissions-Standard".

Fast 1000 Euro Sanierungskosten pro Quadratmeter

Das bedeutet für die Vermieter immense Kosten. Nach den Berechnungen von Haus & Grund könnten bei einem Mehrparteien-Haus mit 600 Quadratmeter Wohnfläche bei Umsetzung der Regierungspläne Sanierungskosten von 596.750 Euro und damit fast 1000 Euro pro Quadratmeter anfallen. Allein die Fassadendämmung würde mit 143.750 Euro zu Buche schlagen, so Haus & Grund.

Vermieter werden Kosten an Mieter weitergeben

Zwar werden durch die Sanierungen die Nebenkosten geringer - doch die Einsparungen würden die Erhöhungen der Mieten nicht auffangen. H&G-Generalsekretär Andreas Stücke sagte: "Für Mieter bedeutete dies drastisch steigende Mieten. So stiege die monatliche Kaltmiete je Quadratmeter in Berlin von heute 4,60 Euro auf etwa 13,70 Euro." Der Standard sei technisch nicht realisierbar, nicht wirtschaftlich und folglich rechtlich auch nicht zulässig, erklärte Verbands-Generalsekretär Andreas Stücke. Die Bundesregierung müsse davon abrücken, Eigentümer zur energetischen Modernisierung zu zwingen. Der Zwang verstieße gegen das Grundgesetz, meinte Stücke. Auch der Mieterbund geht davon aus, dass die Modernisierung der Gebäude für die Mieter höhere Kosten bedeutet.

Existierendes Förderprogramm soll zusammengestrichen werden

Noch ist das Paket nicht festgezurrt. Die FDP will das Energiekonzept entschärfen. "Wir wollen Anreize setzen, aber keine Zwangssanierungen anordnen", sagte der baupolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Sebastian Körber. Er will fordert nun, mehr Geld bereitzustellen. Bis zu 20 Milliarden Euro an Fördergeldern hält er für notwendig.

Jetzt gelte es aber erstmal bei den Verhandlungen für den Etat 2011 die Halbierung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms auf 450 Millionen Euro abzuwenden, das bisher das zentrale Instrument in diesem Bereich ist. 650 Millionen Euro wären für Körber vertretbar. Die Bürger verstünden nicht, dass man einerseits ein massives Sanierungsprogramm auflegen wolle, zum Start aber erstmal das bisher existierende Förderprogramm drastisch zusammenstreiche.

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