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Ölpreis: Heizöl bald wieder billiger?

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Ölpreis-Anstieg  

Kälteeinbruch macht Öl nur vorübergehend wieder teurer

02.02.2016, 10:24 Uhr | , t-online.de, rtr, AFP, dpa

Ölpreis: Heizöl bald wieder billiger?. Rohöl ist so billig wie zuletzt vor zwölf Jahren. Von "schwarzem Gold" will niemand mehr reden. Im Bild eine Szene aus China, wo ein Arbeiter ausgelaufenes Öl abschöpft und in ein Fass schüttet. (Quelle: Reuters)

Rohöl ist so billig wie zuletzt vor zwölf Jahren. Von "schwarzem Gold" will niemand mehr reden. (Quelle: Reuters)

Wochenlang kannten die Rohölpreise nur eine Richtung: abwärts. Anfang Oktober 2015 kostete ein Barrel der US-Ölsorte WTI noch mehr als 50 Dollar, in der vergangenen Woche wurden zeitweise Preise unter 27 Dollar genannt - also fast eine Halbierung in dreieinhalb Monaten (vgl. Sechs-Monats-Chart WTI). Erst der jüngste Kälteeinbruch sorgte für eine kleine Gegenbewegung der Ölpreise. Deutet sich nun eine Trendwende an?

Bereits am vergangenen Donnerstag gingen die Ölpreise auf Erholungskurs, der sich im Zuge der jüngsten Kältewelle dann beschleunigt fortsetzte. Darüber hinaus lösten zahlreiche Anleger ihre Wetten auf fallende Kurse auf, um ihre Verluste zu begrenzen, sagten Börsianer. Der Preis für die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent stieg am Terminmarkt am Freitag um sagenhafte zehn Prozent auf 32,18 Dollar je Barrel, US-Rohöl um gut neun Prozent auf 32,45 Dollar. Üblicherweise schwanken die Preise im Tagesverlauf lediglich um etwa zwei Prozent.

Jüngste Ölpreis-Erholung wohl nur ein Strohfeuer

Der Kälteeinbruch in den USA und in Europa treibt vor allem den Bedarf für Heizöl in die Höhe. Besitzer von Ölheizungen müssen nun wieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Kosteten 100 Liter Heizöl (bei einer Abnahme von 3000 Litern) in Deutschland zeitweise nur noch rund 37 Euro, mussten zuletzt im Schnitt wieder gut 40 Euro gezahlt werden (siehe Heizöl-Preise). Zum Vergleich: Der Höhepunkt der vergangenen drei Jahre lag bei 90 Euro (siehe Chart unten).

Heizöl-Preise im Fünf-Jahres-Chart - es geht abwärts. (Quelle: Fastenergy)Heizöl-Preise im Fünf-Jahres-Chart - es geht abwärts. (Quelle: Fastenergy)

Für die Verbraucher ist der niedrige Ölpreis eigentlich eine gute Nachricht, da sie etwa weniger für Sprit ausgeben müssen und am Monatsende so mehr Geld in der Tasche haben. Aber: Die sinkende Nachfrage nach Öl lässt auch auf eine insgesamt schwächelnde Weltwirtschaft schließen, was wiederum den Verlust von Arbeitsplätzen und damit Einbußen bei der Kaufkraft nach sich ziehen kann.

Die aktuelle Rally werde deshalb wohl schnell wieder in sich zusammenfallen. Schließlich werde weiterhin viel mehr Öl gefördert als benötigt und die Tanklager seien prall gefüllt. Deshalb seien die jüngsten Erholungen bei den Ölpreisen nur ein Strohfeuer, so Börsianer.

Ölwerte im Aufwind

Das gelte auch für viele Öl-Aktien. Der Aufschwung am Rohstoffmarkt schob zuletzt BP, Shell, Total, Statoil, OMV und Repsol um bis zu 9,5 Prozent nach oben. In Russland, das stark von Energieexporten abhängig ist, legte der Moskauer Leitindex RTS satte 9,4 Prozent zu. 

Auch die Aussicht auf zusätzliche Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) erfreute die Aktien-Anleger. EZB-Chef Mario Draghi unterstrich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos seine Bereitschaft, im Kampf gegen die aus seiner Sicht viel zu niedrige Inflation nicht nachzulassen. Bereits am Donnerstag hatte er die Tür für eine weitere Lockerung der Geldpolitik im März weit aufgestoßen.

Doch das Fluten mit Notenbank-Geld führt weiterhin nicht zur gewünschten Konjunkturerholung. Auch deshalb bleibt Öl auf absehbare Zeit wohl billig. Nur eine erhöhte Investitionsbereitschaft der Unternehmen würde das derzeitige Überangebot bei Rohöl verringern.

Weiterhin wird zuviel Öl gefördert

Nach der Preiserholung vorige Woche nehmen die Ölpreise am Montag ihre Talfahrt wieder auf. Die 30-Dollar-Marke bei WTI-Öl sei eine wichtige Unterstützungsmarke, erklärten Analysten. Sollte sie erneut brechen, könnte das als neues Verkaufssignal gewertet werden und die Preise wieder ins Bodenlose abstürzen lassen. 

Händler begründeten den neuerlichen Kursrutsch mit Angaben aus dem Irak, im Dezember so viel Öl wie noch nie gefördert zu haben. Damit sei das Thema Überangebot wieder ins Rampenlicht gerückt. Und: Trotz des rasanten Einbruchs der Ölpreise sieht auch Saudi-Arabien als wichtigstes Mitgliedsland der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) weiter keine Veranlassung, die Fördermenge zu reduzieren.

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