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Stromanbieter: Ökostrom-Alternativen boomen wie nie

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Energiewende: Bürger flüchten zur Öko-Alternative

27.04.2011, 13:21 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Stromanbieter: Ökostrom-Alternativen boomen wie nie. Immer mehr ökologisch bewusste Bürger wählen unabhängige Stromanbieter (Foto: imago) (Quelle: imago)

Immer mehr ökologisch bewusste Bürger wählen unabhängige Stromanbieter (Foto: imago) (Quelle: imago)

Verbraucher treiben die Energiewende in Deutschland massiv voran. Sie flüchten in Scharen von den großen Stromanbieter in die Arme kleiner und unabhängiger Öko-Alternativen. Die Günstlinge der Stunde heißen Lichtblick, EWS Schönau, Greenpeace Energy oder Naturstrom. Diese Anbieter schwimmen auf einer Welle der Sympathie und können den Kundenansturm kaum bändigen. "Eine schnelle Bearbeitung lässt sich nicht mehr aufrechterhalten, weil sich die Datenmenge verzehnfacht hat", erklärt Naturstrom-Chef Oliver Hummel. Das Nischendasein haben die Ökos damit hinter sich gelassen.

10.000 Neukunden in der Woche

Der Vorstand des Ökostromanbieters Naturstrom AG aus Düsseldorf kann sich vor Kundenanfragen kaum noch retten. Mehr als 10.000 Neukunden wöchentlich hat der Anbieter von reinem Ökostrom in den vergangenen Wochen seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hinzugewonnen. Das sind kaum weniger als in den ersten 10 Jahren seit der Unternehmensgründung 1998.

Einen Kundenstamm von 150.000 hatte sich Naturstrom für 2011 vorgenommen - eine Zahl, die bereits zu Ostern erreicht wurde. Jetzt sollen es bis zum Jahresende 200.000 werden, womit der Ökostromhändler zum fünften Mal in Folge seine Kundenzahlen verdoppeln würde. Der Umsatz, der zuletzt bei rund 60 Millionen Euro lag, könnte zu diesem Zeitpunkt erstmals die 100-Millionen-Euro-Schwelle übersteigen.

Unabhängige Ökostromanbieter gefragt

In Deutschland gibt es praktisch nur vier bedeutende konzern- und stadtnetzunabhängige Ökostromanbieter. Neben Naturstrom sind das Lichtblick aus Hamburg, die Energieversorgungswerke EWS Schönau in der Nähe von Freiburg sowie Greenpeace Energy ebenfalls aus Hamburg. Lichtblick ist der mit Abstand größte unter ihnen, gefolgt von Naturstrom, EWS Schönau und Greenpeace Energy. Immerhin ordern inzwischen fast eine Million Haushalte Strom und Gas bei einem dieser Anbieter.

Nicht nur die unabhängigen Ökostromer boomen - auch andere Versorger bieten Ökotarifen und wollen auf den Zug der Erneuerbaren springen. Das Vergleichsportal verivox.de zählt über 70 Öko-Tarife - von Stadtnetzbetreibern bis zu den großen Stromkonzernen sind alle vertreten. Doch Naturstrom, Lichtblick & Co setzen als einzige gezielt auf grünen Strom und seinen Ausbau - ohne Atom und ohne Kohle.

Gas aus Biomasse

Als erster bundesweiter Versorger verkauft Naturstrom seit einiger Zeit auch Gas aus Biomasse. Doch im Gegensatz zum Strom, den die Düsseldorfer aus Wind und Sonne beziehen, ist Biogas noch etwas für Idealisten. So kann die vollständige Versorgung mit Biogas den Geldbeutel eines Vier-Personen-Haushalts in einem Eigenheim mit mehr als 3700 Euro im Jahr belasten. Deutlich teurer als Angebote mit konventionellem Gas.

Naturstrom ist nicht nur ein reiner Ökostromhändler. Das Unternehmen, das 1998 unter anderem von den Umweltverbänden BUND und NABU gegründet wurde und heute rund 800 Aktionären gehört, will auch einen Beitrag zur Energiewende leisten. Ziel ist der systematische Ausbau von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus Wind, Sonne und Biomasse in Deutschland. So fließen 1,25 Cent je Kilowattstunde in die Förderung von neuen dezentralen Anlagen, bei Gas sind es 0,25 Cent. Über 170 Anlagen hat das Unternehmen bislang gefördert und auch eigene Windparks aufgebaut.

Ein Wermutstropfen für wechselwillige Verbraucher bleibt allerdings: Naturstrom erhöhte den Strompreis für Neukunden gerade um knapp 6 Prozent auf 22,50 Cent je Kilowattstunde. "Wir können uns der Entwicklung am Markt nicht entziehen", sagt Hummel.

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