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Deutsche Wirtschaft sieht Energiewende kritisch

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Deutsche Wirtschaft sieht Energiewende kritisch

09.06.2013, 10:04 Uhr | t-online.de

Deutsche Wirtschaft sieht Energiewende kritisch. Die deutsche Wirtschaft äußert schwere Bedenken an der Energiewende  (Quelle: picture alliance / Andreas Franke)

Die deutsche Wirtschaft äußert schwere Bedenken an der Energiewende (Quelle: picture alliance / Andreas Franke)

Die deutsche Wirtschaft wendet sich allmählich von der Energiewende ab. Sogar der einstige Verfechter, Siemens-Chef Peter Löscher, schlägt Alarm: "Die Energiewende befindet sich an einem kritischen Punkt." Auch bei anderen Konzernen sei die Euphorie über das Wachstum der Energie- und Umwelttechnik verflogen, das berichtet die Zeitung "Die Welt".

Zu viel Strom und kein Speicherplatz

In einer Brandrede in Berlin sagte der Siemens-Chef, dass Deutschland vielmehr

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aus erneuerbaren Energien produziere als benötigt werde. Zudem würden keine neuen, modernen Kraftwerke gebaut, die den Strom einspeisen könnten, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Die Konsequenz daraus seien steigende Preise und weniger Versorgungssicherheit, berichtet die "Welt".

Wirtschaft ist enttäuscht

Zwar würden Wirtschaftsinstitute und Unternehmensberater unermüdlich die riesigen Wachstumschancen im Bereich der Umwelttechnologien betonen. Doch viele Konzerne spürten immer häufiger, "dass das operative Geschäft in diesem gefeierten Wachstumssegment überraschend hakelig, wechselhaft und zuweilen direkt existenzgefährdend ist" - die Enttäuschung wächst.

Nach Informationen der "Welt" befragte Löscher 250 Kunden nach ihrer Meinung. Das Ergebnis dieser Befragung: 93 Prozent sind der Meinung, die Energiewende befinde sich auf einem falschen Weg.

Stromkosten belasten Fortschritt

Siemens steht als Sinnbild für die Stimmung: Denn vor zwei Jahren sah sich der Technologiekonzern noch als ein Gewinner durch den Atomausstieg - moderne Windkrafträder bis hin zu intelligenten Stromnetzen sollten dem Konzern Antrieb geben. Doch die Risiken seien immer größer geworden, erklärt die Zeitung. Grund dafür seien die hohen Stromkosten, deren Ende nicht absehbar sei.

Vielmehr rechne die Industrie damit, dass die Ökostromabgabe in diesem Jahr wegen des massiven Ausbaus erneuerbarer Energien weiter steigen werde. Aktuell zahlt die Industrie hierzulande etwa ein fünftel mehr für Strom als der EU-Durchschnitt. Der Aufschlag bei Privathaushalten liegt bei fast 40 Prozent. Deshalb wolle die Wirtschaft günstige Preise und Versorgungssicherheit.

Politik in der Pflicht

Um gegen diesen Trend zu steuern, sieht der "Welt" zufolge die Wirtschaft die Politik in der Pflicht: "Wir brauchen politische Rahmenbedingungen, die für Investitionssicherheit sorgen", heißt es etwa beim Baukonzern Hochtief. "Die Politik hat noch große Hausaufgaben zu bewältigen, soll die Energiewende zum Erfolg werden." Unter den Strompreisen leide besonders die Chemieindustrie.

Das Unternehmen Wacker zum Beispiel verdiente in den vergangenen Jahren noch ordentlich am Aufschwung der Solarenergie. Doch der Preisverfall in der Solarindustrie mache sich nun negativ in den Bilanzen bemerkbar. Nun baue Wacker ein Werk in den USA auf, wo Strom bedeutend günstiger zu haben ist, berichtet das Blatt.

Und bei Siemens: Dort wird derzeit eine der modernsten Turbinen für Gaskraftwerke gebaut. Doch kaum ein deutscher Energieversorger wolle investieren. Vielmehr werde sie ins Ausland verkauft - nach Bangladesch, Jemen oder Südkorea. Noch nicht einmal hochmoderne Gaskraftwerke würden sich hierzulande rentabel betreiben, denn es würden dafür die politischen Rahmenbedingungen fehlen, klagt die Industrie dem Bericht zufolge.

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