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Strom: Durchschnittshaushalt dürfte bald mehr als 1000 Euro zahlen

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Durchschnittshaushalt dürfte für Strom bald mehr als 1000 Euro zahlen

01.07.2013, 13:47 Uhr | dpa-AFX

Strom: Durchschnittshaushalt dürfte bald mehr als 1000 Euro zahlen. Das wird teuer: Der Ausbau der Netze sorgt für einen deutlich höheren Strompreis - allerdings nicht in der Großindustrie (Quelle: imago/Jochen Tack)

Der Netzausbau soll vorangehen, doch Verbraucherschützer befürchten, dass Verbraucher die Risiken bei den Bürgeranleihen unterschätzen könnten (Quelle: imago/Jochen Tack)

Wann kommt die Preisspirale beim Strompreis zum Stillstand? Schon wieder steht den Verbrauchern eine Erhöhung ins Haus. Kostentreiber sind diesmal der Ausbau der Netze und die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien. Beide Posten werden Studien zufolge 2014 kräftig steigen - und in beiden Fällen zahlen Privathaushalte die Vergünstigungen für die Großindustrie mit. Das Ergebnis all dieser Teuerungen: Die jährlichen Stromkosten eines Durchschnittshaushalts dürften 2014 erstmals die Schallmauer von 1000 Euro durchbrechen.

Die Industrie-Entlastungen beim Netzausbau müssen die Verbraucher per Umlage über den Strompreis mitbezahlen. Diese Ausnahmen könnten im kommenden Jahr von 805 Millionen Euro auf bis zu 1,2 Milliarden Euro steigen - das ist das Ergebnis einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Umlage für 2012 war zu niedrig angesetzt

Ein Grund ist, dass die Netzentgelte auch wegen des Ausbaus im Zuge der Energiewende um 10 bis 20 Prozent steigen werden, "so dass die Entlastung bestimmter Großverbraucher teurer wird". Zudem sei die Umlage im Jahr 2012 zu niedrig angesetzt worden, weshalb der Fehlbetrag im kommenden Jahr aufgeschlagen wird.

Zuletzt kletterte die Zahl begünstigter Unternehmen auf mehr als 3330 - so sollen wegen der Belastungen durch die Energiewende Arbeitsplätze gesichert werden. In der Studie wird betont, dass sich das Rabattvolumen 2014 voraussichtlich noch einmal deutlich erhöhen werde - obwohl etliche Ausnahmetatbestände wieder gestrichen werden sollen. Heftige Kritik gab es zum Beispiel daran, dass auch Golfplätze Rabatte beantragten. Über strengere Regeln soll nun der Bundesrat am Freitag entscheiden.

EEG-Umlage: 6,1 statt 5,3 Cent pro Kilowattstunde

Außerdem wird Strom wegen der stetig steigenden EEG-Umlage teurer. Von derzeit knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde werde sie 2014 auf etwa 6,1 Cent zulegen, ermittelte das Öko-Institut in einer Studie für Greenpeace. Das würde einen Durchschnittshaushalt statt bisher mit 185 Euro mit knapp 215 Euro pro Jahr belasten.

Durch diese Entwicklungen könnte die Jahres-Stromrechnung etwa eines Drei-Personen-Haushalts mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch erstmals die Grenze von 1000 Euro durchbrechen. Verantwortlich dafür sind nicht so sehr neue Wind- und Solarparks, sondern die fallenden Börsenstrompreise. Dadurch wird die Differenz zur garantierten Vergütung für Ökostrom größer - damit steigt das Volumen der Umlage. Paradoxerweise sorgt gerade die Zunahme an Ökostrom für den Einbruch beim Börsenpreis.

Stromrechnung hat sich seit 2000 verdoppelt

Staatliche Steuern, Umlagen und Abgaben machen bereits rund die Hälfte des Strompreises aus, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mit. Die durchschnittliche Monatsrechnung eines Drei-Personen-Haushaltes mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden sei von 40,66 Euro im Jahr 2000 auf 83,80 Euro 2013 gestiegen.

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Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn forderte, "schleunigst die Reißleine zu ziehen". Felix Matthes vom Öko-Institut sagte, die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass Energieversorger gesunkene Einkaufspreise an Haushalte weitergeben. Greenpeace forderte zur Kostensenkung weniger Industrierabatte. So könnte die Umlage um bis zu 1,6 Cent gesenkt werden, sagte Energieexperte Andree Böhling.

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