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Wirtschaft: Biodieselwerk Ecomotion nur noch zu 30 Prozent ausgelastet

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Wirtschaft  

Biodieselwerk Ecomotion nur noch zu 30 Prozent ausgelastet

06.04.2017, 17:47 Uhr | dpa-AFX

STERNBERG (dpa-AFX) - Im Biodieselwerk Ecomotion in Sternberg stehen die Anlagen still. Das Werk mit knapp 50 Beschäftigten ist aufgrund fehlender Aufträge nur noch zu 30 Prozent ausgelastet, wie die Geschäftsführer Axel Becker und Robert Figgener am Donnerstag mitteilten. Es produziert Diesel aus Raps. Dieser ist momentan bei der deutschen Mineralölindustrie nur schwer abzusetzen. Ein Grund ist die Treibhausgasbilanz von Raps-Diesel.

Ecomotion und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie schilderten die Situation am Donnerstag dem Rostocker Bundestagsabgeordneten Eckhard Rehberg und der Landtagsabgeordneten Karin Strenz (beide CDU).

Die Industrie will demnach Kraftstoffe mit einer so hohen Treibhausgasvermeidung haben, wie sie nur mit Biodiesel aus Abfall- und Reststoffen, etwa Altspeisefetten, zu erzielen ist. Dieser Biodiesel verursacht 90 Prozent weniger Treibhausgase als fossile Brennstoffe. Bei Raps fallen dagegen alle Emissionen beim Anbau, der Düngung und Ernte mit ins Gewicht. Der Sternberger Raps-Diesel kommt nach Angaben der Geschäftsführer auf 66 Prozent weniger Treibhausgase. Vorgeschrieben sind nur 38 Prozent.

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Der Geschäftsführer des Verbandes der Biokraftstoffindustrie, Elmar Baumann, sagte: "Alle 20 Biodieselwerke in Deutschland haben dieses Problem." Sie helfen sich, indem sie Biodiesel aus Abfall- und Reststoffen dazukaufen und mischen, so dass sie auf die von der Industrie gewünschte Quote von 70 bis 75 Prozent kommen. Ecomotion will das auch tun und will Biodiesel aus tierischen Fetten aus dem eigenen Unternehmen beimischen. "Das aber ist in Deutschland im Gegensatz zu anderen EU-Ländern nicht erlaubt", sagte Figgener. Das Ecomotion-Werk in Malchin exportiere seinen Biodiesel aus Schlachtabfällen und Tierkadavern nach Holland und Italien.

Ecomotion und der Verband der Biokraftstoffindustrie fordern, dass die Bundesregierung auch Biodiesel aus tierischen Abfallfetten als Kraftstoff anerkennt. Rehberg nannte das Verbot dieser Kraftstoffe widersinnig. Seitdem Tierkadaver und Schlachtabfälle nicht mehr zu Tierfutter verarbeitet werden dürfen, können sie nur noch verbrannt werden. Rehberg machte jedoch vorläufig keine Hoffnung: "Wir sind sechs Monate vor der Bundestagswahl", sagte er. Es wäre unehrlich zu sagen, dass vorher noch etwas zu bewegen wäre.

Das 2006 eröffnete Biodieselwerk in Sternberg verarbeitet nur Raps aus einem Umkreis von rund 80 Kilometern, sagte Geschäftsführer Becker. Pro Jahr können 100 000 Tonnen Biodiesel hergestellt werden.

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