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Wirtschaft: Ökostromtochter Innogy stützt RWE

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Ökostromtochter Innogy stützt RWE

15.05.2017, 10:05 Uhr | dpa-AFX

(neu: Details, Aktienkurs)

ESSEN (dpa-AFX) - Der Energieversorger RWE kämpft weiter mit rückläufigen Einnahmen aus seinem Geschäft mit der konventionellen Stromversorgung. In seinem Kerngeschäft musste der Essener Konzern auch im ersten Quartal Federn lassen. Die Ergebnisbeiträge der Ökostromtochter Innogy konnten dieses Defizit zum Teil ausgleichen. Dies zeigt jedoch auch, wie stark RWE am Tropf seiner im vergangenen Jahr ausgegliederten und an die Börse gebrachten Tochter hängt. Die Aktie legte im frühen Handel leicht um 2,6 Prozent auf auf 15,995 Euro zu.

Der Umsatz sank infolge der niedrigeren Erlöse in der Stromerzeugung um 2,7 Prozent auf knapp 13,3 Milliarden Euro, wie RWE am Montag mitteilte. Problematisch bleibt dabei das Geschäft mit dem konventionellen Strom aus Braunkohle- und Kernkraftwerken. So wurde das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) in der Sparte wegen sinkender Großhandelspreise im ersten Quartal mit 213 Millionen Euro nahezu halbiert. Besserung ist nicht in Sicht. Auch für das Gesamtjahr erwartet RWE ein Spartenergebnis deutlich unter dem von 2016.

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ERGEBNIS AUS BRAUNKOHLE UND KERNENERGIE FAST HALBIERT

Der Konzern hat sein Kraftwerksgeschäft seit diesem Jahr in zwei Bereiche aufgespalten: In das Geschäft mit Braunkohle und Kernenergie und in das europäische Stromgeschäft. Dieses umfasst Steinkohle, Erdgas und Wasserkraft und konnte im ersten Quartal von Effizienzverbesserungen und niedrigeren Kosten profitierte und das Ergebnis steigern. Allerdings rechnet RWE auch hier im Gesamtjahr wegen des anhaltenden Margendrucks in der Stromerzeugung mit einem niedrigeren Ergebnisbeitrag.

Sinkende Ergebnisse verzeichnete RWE im Energiehandel. Den Rückgang will der Konzern im laufenden Jahr jedoch mehr als aufholen.

Hauptergebnisträger bleibt damit die Ökostromtochter Innogy, an der RWE noch 77 Prozent hält. Das Unternehmen hatte bereits am Freitag ein höheres operatives Ergebnis (Ebitda) von 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

INNOGY HAUPTERGEBNISBRINGER

Insgesamt sank das bereinigte Ebitda im Konzern um 6,5 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, was in etwa im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Im Kerngeschäft, sprich ohne Innogy, kam RWE lediglich auf ein bereinigtes Ebitda von 514 Millionen Euro.

Das Nettoergebnis stieg hingegen um 10 Prozent auf 946 Millionen Euro, was allerdings vor allem einem verbesserten Finanzergebnis geschuldet war. Bereinigt um Sondereffekte verdiente RWE hingegen netto mit 689 Millionen Euro 18 Prozent weniger. Hier hatten Analysten mehr erwartet. Die Kennzahl ist wichtig für die Dividendenberechnung.

AUSBLICK BEKRÄFTIGT

Finanzvorstand Markus Krebber zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Auftakt. "Wir sind gut in das Jahr gestartet", kommentierte er. Das Sparprogramm helfe, die gesunkenen Strompreise teilweise zu kompensieren. An der Prognose einer Ergebnisverbesserung im Vergleich zu 2016 hält das Management daher fest und strebt eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie an.

Das bereinigte Ebitda erwartet der Konzern 2017 bei 5,4 bis 5,7 Milliarden Euro, nach 5,4 Milliarden Im Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis sieht der Versorger bei 1 bis 1,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag es bei 777 Millionen Euro. Inklusive hoher Abschreibungen auf die konventionellen Kraftwerke hatte RWE 2016 einen Nettoverlust von 5,7 Milliarden Euro eingefahren.

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