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Wirtschaft: EWE-Hauptversammlung wählt neue Mitglieder für den Aufsichtsrat

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EWE-Hauptversammlung wählt neue Mitglieder für den Aufsichtsrat

16.05.2017, 07:18 Uhr | dpa-AFX

OLDENBURG (dpa-AFX) - Auf der Hauptversammlung des Oldenburger Energieunternehmens EWE sollen am Dienstag (10.00) drei neue Mitglieder des Aufsichtsrates gewählt werden. Der bisherige Vorsitzende Stephan-Andreas Kaulvers, der zweite stellvertretende Vorsitzende Frank Mastiaux und Peter Meiwald ziehen sich vorzeitig aus dem Kontrollgremium zurück, wie ein EWE-Sprecher sagte. Die Neuordnung des Kontrollgremiums wird mit Interesse verfolgt, da EWE in einer Führungskrise steckt und Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter einer Konzerntochter aufklären muss.

Die Aufsichtsratsmitglieder waren ursprünglich bis 2018 gewählt worden. Dass sie ihre Mandate nun niederlegen, liegt an einer Bitte des EWE-Verbandes, der größter Anteilseigner des nicht börsennotierten Unternehmens mit rund 9000 Mitarbeitern ist. Der Verband, in dem Städte und Landkreise aus dem Gebiet Ems-Weser-Elbe organisiert sind, besitzt 84 Prozent der Aktien. "Es war die Entscheidung des Verbandes, dass sich das auch im Aufsichtsrat widerspiegelt", sagt Verbandsgeschäftsführer Heiner Schönecke, der zum Präsidiums des EWE-Aufsichtsrates gehört.

Neu ins Gremium gewählt werden sollen der Vorstandsvorsitzende des Gelsenkirchener Versorgungsunternehmens Gelsenwasser AG, Henning Deters, der stellvertretende Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Jürgen Löcke, sowie der Emsländer CDU-Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing. Hiebing ist derzeit stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Tochterunternehmens EWE Netz, das durch schwerwiegende Korruptionsvorwürfe in die Schlagzeilen geraten ist.

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Den Vorwürfen zufolge sollen Mitarbeiter für Aufträge an fremde Unternehmen Gegenleistungen gefordert und erhalten haben. Die Konzernrevision untersucht Hinweise auf Unregelmäßigkeiten mit Hilfe einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Ergebnisse werden für Juni erwartet. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt auch und ließ im März Räumlichkeiten einer EWE-Niederlassung in Cuxhaven durchsuchen. Wann Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben werden, sei unklar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alexander Retemeyer.

Neben den Unregelmäßigkeiten bei EWE Netz muss sich der künftige Aufsichtsrat vor allem mit der Besetzung der freien Vorstandsmandate beschäftigen. Seit der fristlosen Entlassung des Vorstandschefs Matthias Brückmann im Februar sind drei von fünf Vorstandsposten unbesetzt. Nach Einschätzung des scheidenden Aufsichtsratschefs Kaulvers steckt der Konzern in schwierigen Zeiten. "Ich wünsche EWE und dem neuen Aufsichtsrat, dass sie eine glückliche Hand haben", sagte er vor der Hauptversammlung.

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