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Wirtschaft: Energieversorger EnBW und TransnetBW treiben Projekt Ultranet voran

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Energieversorger EnBW und TransnetBW treiben Projekt Ultranet voran

04.07.2017, 16:37 Uhr | dpa-AFX

PHILIPPSBURG (dpa-AFX) - Der Energieversorger EnBW und seine Tochter TransnetBW treiben das ehrgeizige Stromprojekt Ultranet voran. Um Platz für ein Gleichstrom-Umspannwerk (Konverter) zu schaffen, sei auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg der Abriss und teilweise Neubau von Objekten erforderlich, teilte EnBW am Dienstag mit. Das Unternehmen sprach von einer "großen logistischen Herausforderung" und einem "komplexen Gesamtvorhaben".

Im Mittelpunkt dürfte der Abbruch der beiden markanten Kühltürme stehen. Hier sind EnBW zufolge grundsätzlich zwei Varianten technisch machbar: Sprengung oder Abbruch. Mit Maschinen könnte das Abtragen der mächtigen Bauten zwei Jahre dauern und sei vermutlich eine Belastung für Mensch und Umwelt, hieß es. Hingegen würde eine Sprengung die beiden Türme gleichzeitig fällen - und sie könnte demnach innerhalb einer Stunde erfolgen, teilte das Unternehmen mit.

Auf dem künftigen Gelände des Konverters befinden sich derzeit noch Werkstätten und mehrere Montage- und Lagerhallen. Der Abbruch dieser Gebäude soll im August 2017 beginnen. Eine Montagehalle sowie zwei Lagerhallen sollen an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden.

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Die TransnetBW hatte vor einem Jahr entschieden, in Philippsburg ein Umspannwerk zu errichten. Der Konverter wäre der südliche Endpunkt einer Gleichstromleitung, die aus Sicht des Unternehmens eine der großen Strombrücken zwischen Nord- und Süddeutschland wird.

Ultranet soll beitragen, Deutschland ab 2022 - dem geplanten Termin der Abschaltung des letzten Atomkraftwerks - mit genügend Strom zu versorgen. Die 340 Kilometer lange Trasse führt von Osterath bei Düsseldorf bis nach Philippsburg. Von dort wird der Strom ins Land verteilt. TransnetBW ist für den rund 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Mannheim-Wallstadt und dem Netzverknüpfungspunkt Philippsburg verantwortlich. Dem Unternehmen zufolge soll Ultranet bis 2025 nach Emden an die Nordseeküste weitergeführt werden.

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