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Ökostrom-Eigenerzeuger sollen EEG-Umlage zahlen

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EEG-Umlage  

Auch Eigenerzeuger von Ökostrom sollen zahlen

12.06.2014, 11:25 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

Ökostrom-Eigenerzeuger sollen EEG-Umlage zahlen. Die Eigenversorgung mit Ökostrom könnte für Hausbesitzer und Unternehmen teurer werden (Quelle: dpa)

Die Eigenversorgung mit Ökostrom könnte für Hausbesitzer und Unternehmen teurer werden (Quelle: dpa)

Kleinerzeuger und Unternehmen, die den Strom selbst erzeugen und verbrauchen, sind bisher von der EEG-Umlage befreit. Das soll sich künftig ändern. Die große Koalition will sie nach einem Zeitungsbericht mit einer auf 40 Prozent reduzierten EEG-Umlage belasten. Aktuell wären das 2,5 Cent je Kilowattstunde, die alle Ökostrom-Produzenten bezahlen müssten - gleich ob Privatmann, Handwerksbetrieb oder Industriekonzern, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Darauf hätten sich die Unterhändler der großen Koalition mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geeinigt. Die Regelung solle für alle Neuanlagen gelten, die ab 2015 ans Netz gehen. Die Umlage werde auch Kleinerzeuger wie Haushalte treffen, die zum Beispiel eine Photovoltaikanlage auf einem Ein- und Zweifamilienhaus mit weniger als zehn Kilowatt Leistung installieren und weniger als zehn Megawattstunden verbrauchen.

Aus den Kreisen war zuletzt verlautet, in der Neufassung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) werde der Umlage-Satz zwischen 15 und 50 Prozent liegen. Letztere Zahl war von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gefordert worden.

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Ende Juni soll der Bundestag und im Juli der Bundesrat das Gesetz passieren lassen, damit es ab August in Kraft treten kann. Das ist besonders für die Industrie wichtig, da die milliardenschweren Rabatte auf die EEG-Umlage für 2015 erst dann beantragt werden können.

Branche wehrt sich gegen Reform

Die Solarbranche wehrt sich gegen Gabriels Plan, für selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom künftig zu einem gewissen Prozentsatz EEG-Umlage zu kassieren. Bisher sind Eigenverbraucher von der Umlage befreit. Auch mehrere Bundesländer sind gegen die Regelung. Notfalls will der Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) juristisch dagegen vorgehen.

Angesichts der Reformvorhaben dürfte in Deutschland in diesem Jahr die neuinstallierte Solarleistung auf unter zwei Gigawatt (GW) fallen, sagte BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Geplant ist eigentlich ein Ausbau von 2,5 bis 3,5 GW pro Jahr.

Da die Zahl der Eigenstromversorger stetig steigt, wachsen die Belastungen der anderen Verbraucher: Denn es gibt weniger Umlage- und Netzentgeltzahler, argumentieren dagegen Befürworter der Reform.

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