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Milchviehhalter dringen auf höhere Preise

04.08.2008, 12:58 Uhr | bab, dpa, AFP, t-online.de

Milchbauern drängen auf höhere Preise (Foto: dpa)Milchbauern drängen auf höhere Preise (Foto: dpa) Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) dringt vor dem Milch-Spitzengespräch bei Agrarminister Horst Seehofer (CSU) auf ein rasches Handeln für höhere Preise. "Wir brauchen wirklich sofort Signale und Maßnahmen, damit weniger Milchmenge auf den Markt kommt", sagte der Vorsitzende Romuald Schaber in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dabei zeigte er sich vorsichtig optimistisch. "Der Wille bei Seehofer ist da."

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Bundesweite Aktion am Montag

Unklar ist jedoch weiterhin, ob alle Länder die Vorschläge für weniger Milchmenge unterstützten. "Deshalb wird am Montag bei allen (Agrar-)Länderministern in Deutschland noch einmal eine Aktion stattfinden, wo wir Druck machen." Seehofer hat die Milchbranche für kommenden Dienstag erneut eingeladen.  Die Milchviehhalter wollen die Preise mit besserer Marktsteuerung stabilisieren, was nach ihrer Ansicht auch Verbrauchern nützt.

 

Milchbauern fordern weiter Mindestpreis

"Die krassen Preisschwankungen, wie wir es jetzt 2007 und 2008 erlebt haben, setzen uns sehr zu, schaden letztendlich den Verbrauchern und den Bauern und nützen nur Spekulanten", sagte Schaber. Er verlangt einen Mindestpreis für Bauern von 43 Cent pro Liter Milch. Die Preise seien zwar gestiegen, "aber insgesamt gesehen viel zu wenig". Das Ziel seien nicht überzogene Preise für Verbraucher, sondern dass das Geld bei den Bauern ankomme.

Neuer Lieferstopp nicht ausgeschlossen

Der Verbandschef bekräftigte die Warnung vor einem möglichen neuen Lieferstopp, wenn es nicht zu Maßnahmen zugunsten der Bauern komme. "Ganz ausschließen können wir es nicht", sagte Schaber. Die Bauern hätten "eine sehr hohe Erwartungshaltung". Das heiße aber nicht, dass der Verband "auf einen neuen Lieferstopp hinarbeitet oder dass wir an einem interessiert sind". Der Verband schlägt zudem eine Umlage von 0,5 Cent pro Kilo Milch vor, die in einen Fonds fließen soll, um etwa einen freiwilligen Lieferverzicht zu entschädigen.



Bauernverband bringt Milchfonds ins Gespräch

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält unterdessen eine Bündelung von Erzeugern und Verarbeitern für notwendig, um die Marktmacht der Bauern zu stärken. Er verlangt außerdem einen Milchfonds, der aus freien EU-Agrarmitteln finanziert wird. Einen Mindestpreis lehnt der Bauernverband ab. Der Milchviehhalterverband unterstützt das Ziel von Verkaufsgemeinschaften zwar generell. Er sieht darin aber keine Lösung, um das "Grundsatzproblem des Überhangs am Markt" zu lösen.

EU will Milchquote abschaffen

Gerade die EU hat für die Pläne der Bauern jedoch wenig Verständnis. Bis zum Jahr 2015 will sie die Milchquote komplett streichen. Erst im Juni dieses Jahres bekräftigte  EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel die Pläne und bezeichnete die Hoffnung des BDM auf eine Weiterführung der Quote als "vollkommen illusorisch". Werden die Pläne der EU umgesetzt, müssen sich deutsche Bauern ab 2013 pro Jahr auf Kürzungen von mehr als 400 Millionen Euro gefasst machen. Geld für finanzielle Hilfen wie einem Milchfonds steht laut Aussage Boels ebenfalls nicht zur Verfügung.

Wollen Sie mehr über den Milchquote erfahren? Mit einem Doppelklick auf das Wort "Milchquote" öffnet sich ein kleines Fenster. Mit einem Klick auf "Wikipedia" finden Sie weitere Informationen aus der Online-Enzyklopädie.

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