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Ilse Aigner: Milchwirtschaft muss selber mehr gegen Krise tun

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Milchkrise  

Aigner: Milchwirtschaft muss selber mehr gegen Krise tun

25.05.2009, 16:51 Uhr | oca, t-online.de, AFP

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU)  (Quelle: dpa)Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) (Quelle: dpa) Angesichts der Krise der Milchbauern hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die deutsche Milchwirtschaft zu mehr Engagement aufgefordert. Nicht nur die Bundesregierung könne die Bauern aus der Krise holen, sagte Aigner im Vorfeld des EU-Agrarrats in Brüssel der Zeitung "Die Welt". "Die Milchwirtschaft muss sich ebenfalls anstrengen, damit die deutschen Produkte für den Export attraktiver werden und Milchersatz wieder durch Milch ersetzt wird." Außerdem müsse sie weitere Anstrengungen unternehmen, um dem erhöhten Wettbewerbsdruck etwas entgegenzusetzen.

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Aigner will mehr Disziplin

Aigner forderte auch die Molkereien auf, die Verträge mit den Bauern so zu verändern, dass diejenigen Landwirte, die über ihre Quote hinauslieferten, nur noch stark abgesenkte Milchpreise bekämen. "So kann die notwendige Disziplin entstehen, um die Milchmenge zu senken", sagte die CSU-Politikerin der Zeitung.


Bauernverband fordert mehr Unterstützung

Unterdessen bekräftigte der Deutsche Bauernverband seine Forderungen. "Wir wollen den Politikern klar machen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise auch in der Landwirtschaft angekommen ist und wir Hilfe brauchen", sagte Verbandsvize Udo Folgart dem "Tagesspiegel". Konkret verlangt der Bauernverband unter anderem den Abbau von Benachteiligungen im europäischen Wettbewerb. "Wir zahlen über 40 Cent Dieselsteuer, ein französischer Bauer aber nur 0,6 Cent", sagte Folgart. Dies seien "hausgemachte Probleme, die unsere Politiker endlich lösen müssen".

Proteste geplant

Außerdem verlangte Folgart mehr Unterstützung beim Absatz der Produkte sowie eine Sicherung der Liquidität der Bauern durch zinslose Kredite und ein Vorziehen der EU-Agrarbeihilfen. "Wir brauchen das Geld jetzt und nicht erst im Dezember", sagte er. Für heute planen die Bauern Proteste in Berlin und Brüssel.

Steinmeier für Milchpreis-Stabilisierung

Im Streit um Preisdumping bei Milch hat sich unterdessen auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) eingeschaltet und Konzepte für eine Stabilisierung des Milchpreises gefordert. Dazu werde die Bundesregierung Gespräche mit den Landwirtschaftsministern und Agrarexperten in den Bundesländern führen, kündigte der SPD-Kanzlerkandidat in Nürnberg nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Milchbauernverbandes, Romuald Schaber, an. "Wir müssen das tun, was am sinnvollsten ist", fügte Steinmeier hinzu.

Steinmeier zeigt Verständnis

Zugleich zeigte Steinmeier Verständnis für die Lage der Milchbauern. "Dass es einen Streit um den Milchpreis gibt, ist sehr klar: Seit einem halben Jahr hat sich der Milchpreis fast halbiert. Was das für die Milchviehbetriebe bedeutet, kann sich jeder vorstellen." Milch, die weniger als eine Flasche Wasser koste, sei ein Zustand, der Milchviehbetriebe in Schwierigkeiten bringen müsse. "Ich glaube, wir müssen nach Konzepten suchen, den Milchpreis zu stabilisieren", fügte der Sozialdemokrat hinzu.

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