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Butter bei Aldi wird deutlich teurer

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Milchprodukte  

Aldi-Butter deutlich teurer - andere Milchprodukte folgen

02.10.2009, 09:58 Uhr | AFP, dpa-AFX

Aldi erhöht die Preise für Butter (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Aldi erhöht die Preise für Butter (Quelle: dpa) Nach der monatelangen Talfahrt der Preise für Milchprodukte verlangt Aldi wieder deutlich mehr Geld für Butter. Der Discounter erhöhte den Preis für die 250-Gramm-Packung um 20 Cent auf jetzt 85 Cent. Das ist ein Preisunterschied von 30 Prozent. Mehrere Lebensmittel-Ketten wollen die Butter ebenfalls teurer verkaufen. Schlimmer noch: Nach monatelangen Tiefpreisen müssen sich die Bundesbürger wieder auf steigende Preise auch für andere Milchprodukte einstellen.

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Wettbewerber folgen Aldi

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbands (MIV), Michael Brandl, die Wettbewerber würden dem Discounter Aldi folgen und bei der Preiserhöhung mitziehen. Ähnlich äußerte sich der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. Die Edeka-Gruppe als Marktführer im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel bestätigte die Angaben ebenso wie die Lebensmittel-Unternehmen Rewe und Penny.



Discounter gibt höheren Einkaufspreis weiter

Bei den jüngsten Preisverhandlungen hätten die Molkereien gegenüber Aldi offensichtlich höhere Preise durchsetzen können, sagte der Sprecher des Milchbauernverbands (BDM), Hans Foldenauer. Aldi habe sich beim Abnahmepreis für Butter jedoch nur für einen Monat vertraglich festgelegt und damit ungewöhnlich kurz. Üblich seien mehrmonatige Vertragslaufzeiten. Die Milchmenge am Markt sei in den letzten Wochen insgesamt geschrumpft, weswegen höhere Preise möglich waren.

EU hortet Butterberg

Der Butterpreis bei Aldi könne jedoch nach Auslaufen der neuen Verträge rasch wieder unter Druck kommen, sagte Foldenauer. Grund dafür sei, dass die EU derzeit wegen der niedrigen Preise für Milch- und Milchprodukte große Mengen Butter eingelagert habe, um künstlich für ein kleineres Angebot am Markt und damit für höhere Preise zu sorgen. Jedoch wolle die EU diese Butter ab Mitte November wieder auf den Markt bringen.

Mehreinnahmen werden an Bauern weitergegeben

Edeka-Sprecher Gernot Kasel sagte der Zeitung: "Ein Paket Butter unserer Eigenmarke 'Gut & Günstig' wird künftig 85 statt 65 Cent kosten." Brandl sagte, die Mehreinnahmen würden "eins zu eins" an die Bauern weitergegeben. "Das ist ein Indikator für die allmähliche Entlastung auf dem Milchsektor", sagte der MIV-Geschäftsführer vor dem am Freitag stattfindenden Milchgipfel im Bundeskanzleramt. Gründe für die Entwicklung sind laut HDE und MIV eine gestiegene Nachfrage sowie ein knapperes Angebot von Milchprodukten. Branchenexperten rechnen damit, dass in Kürze weitere Milchprodukte wie Frischmilch, Joghurt und Quark teurer werden.



Heute Milchgipfel bei Merkel

Die Milchbauern in Europa kämpfen seit Monaten um höhere Preise für Milchprodukte. Sie erhielten zuletzt rund 20 Cent pro Liter Milch - notwendig für das Überleben ihrer Höfe wären nach Angaben des BDM etwa 40 Cent. Im Oktober müssen Supermärkte und Molkereien ihre Lieferverträge nun neu aushandeln. Davon ist auch der Preis abhängig, den die Molkereien den Bauern zahlen. Am heutigen Freitag hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Milchgipfel geladen. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner kritisierte die Forderungen des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter. "Wir sind gegen Planwirtschaft und nationale Alleingänge", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Der Chef des Milchviehhalter-Verbands, Romuald Schaber, drohte erneut mit einer Ausweitung von Protesten, falls auf EU-Ebene nicht die Weichen für höhere Milchpreise gestellt werden.


Bauern fordern 40 Cent pro Liter

Die Milchbauern in Europa kämpfen seit Monaten um höhere Preise für Milchprodukte. Sie erhielten zuletzt rund 20 Cent pro Liter Milch - notwendig für das Überleben ihrer Höfe wären nach BDM-Angaben etwa 40 Cent. Im Oktober müssen Supermärkte und Molkereien ihre Lieferverträge neu aushandeln. Davon ist auch der Preis abhängig, den die Molkereien den Bauern zahlen.

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