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Postbank erhöht Gebühren: Für viele Kunden das Konto teurer

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Gratis-Konten werden eingeschränkt  

Viele Postbank-Kunden zahlen künftig mehr fürs Konto

20.08.2016, 09:22 Uhr | dpa, t-online.de

Postbank erhöht Gebühren: Für viele Kunden das Konto teurer. Bei der Postbank wird es künftig schwieriger, um Kontoführungsgebühren herumzukommen. (Quelle: dpa)

Bei der Postbank wird es künftig schwieriger, um Kontoführungsgebühren herumzukommen. (Quelle: dpa)

Für viele Girokonto-Kunden der Postbank wird es demnächst teurer. Das Institut wird für die meisten Konten-Modelle Geld verlangen. Kostenlos bleiben nur Konten für Jüngere und Gutverdiener. Für manche kann es auch billiger werden.

Die Änderungen kündigte die größte Privatkundenbank Deutschlands am Freitag für den 1. November an. Hintergrund sind die anhaltend niedrigen Zinsen, die auf die Ergebnisse drücken. Das Marktumfeld mache es immer schwerer, mit dem Girokonto Geld zu verdienen, begründete Postbank-Vorstand Susanne Klöß den Schritt. In den vergangenen Monaten hatten bereits einige Banken und Sparkassen Gebühren erhöht.

Die Postbank führt nun zum ersten Mal ein reines Online-Konto mit einer monatlichen Grundgebühr von 1,90 Euro ein. Ein flexibles Konto für 3,90 Euro gibt es für Kunden, die ihre Bankgeschäft sowohl online als auch in Filialen abwickeln wollen.

"Es wird bei uns aber nach wie vor ein kostenloses Girokonto geben", sagte Klöß. So bleibt für junge Kunden die Kontoführung ebenso kostenlos wie für Kunden mit Komfortkonto und mit einem Geldeingang von mindestens 3000 Euro monatlich.

Wer diese Grenze nicht erreicht, aber das "Sorglos-Paket" bucht, zahlt 9,90 Euro pro Monat.

Diese Kunden zahlen weniger als bisher

Abgeschafft wird in der neuen Konto-Struktur der monatliche Mindesteingang von 1000 Euro, ab dem die Kontoführung bisher gratis war. Postbank-Kunden, die diese Grenze nicht erreichten, mussten bislang 5,90 Euro zahlen. "Wir werden künftig deshalb eine große Anzahl von Kunden haben, die weniger für die Kontoführung bezahlen", betonte Klöß.

Die Postbank, derzeit noch eine Tochterfirma der Deutschen Bank und auf dem Sprung an die Börse, hatte vor knapp 20 Jahren erstmals Gratis-Girokonten eingeführt. Das Institut und ihre Tochterfirmen zählen über 14 Millionen Kunden, davon haben mehr als fünf Millionen ein Girokonto.

Die Kontoführung sei schon immer eine Dienstleistung der Bank gewesen, doch durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank sei ihr die Möglichkeit der Quersubventionierung genommen worden, sagte die Postbank-Managerin weiter. Die Niedrigzinspolitik der EZB hat Banken und Sparkassen in die Bredouille gebracht. Der Leitzins liegt inzwischen bei null Prozent. Parken Banken Geld bei der Notenbank, müssen sie außerdem 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Im März hatte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, den Trend zu höheren Bankgebühren befeuert. Die Zeit der kostenfreien Girokonten sei vorbei. Inzwischen haben auch die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Kunden auf steigende Kosten eingestimmt.

Direktbanken wollen an kostenlosen Konten festhalten

Aber das kostenlose Girokonto für die breite Masse ist noch lange nicht tot. Das liegt nicht zuletzt an den Direktbanken wie ING-DiBa oder DKB, die keine Filialnetze brauchen und vom Online-Banking profitieren.

Bei ihnen gibt es offenbar noch Luft. "Unser Girokonto und die dazugehörigen Karten bleiben auch künftig kostenlos", heißt es bei der DKB. Und Alexander Baumgart von der ING-DiBa sagt: "Aktuell planen wir weder Gebühreneinführungen noch Gebührenerhöhungen."

Das Fachportal "Finanztip.de" und Verbraucherschützer raten zum Wechsel, wenn man mit seinem Girokonto nicht zufrieden ist oder die Bank die Gebühren erhöht. Tatsächlich könnte sich schon bald die Wechselstimmung unter den Bankkunden ändern, wenn Mitte September eine Gesetzesänderung in Kraft tritt, mit der Deutschland eine EU-Richtlinie umsetzt. Diese verpflichtet die Banken, ihren Kunden den Kontowechsel zu erleichtern. Dazu gehören vor allem die Weitergabe von Daueraufträgen und Lastschriftmandaten an die neue Bank.

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