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Volks- und Raiffeisenbanken versprechen: Keine Strafzinsen für Privatkunden

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Genossenschaftliche Institute  

Volks- und Raiffeisenbanken versprechen: Keine Strafzinsen für Privatkunden

21.08.2016, 15:38 Uhr | dpa

Volks- und Raiffeisenbanken versprechen: Keine Strafzinsen für Privatkunden. Volks- und Raiffeisenbanken sind gegen Strafzinsen für Spareinlagen. (Quelle: dpa)

Volks- und Raiffeisenbanken sind gegen Strafzinsen für Spareinlagen. (Quelle: dpa)

Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken haben offenbar keine Strafzinsen zu befürchten. "Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken negative Zinsen für Privatkunden in der Breite nicht einführen werden", sagte Genossenschaftspräsident Roman Glaser.

Er hält den Schritt offensichtlich für nicht durchsetzbar: "Die Menschen würden möglicherweise ihre Spareinlagen einfach abziehen und das Geld überhaupt nicht mehr anlegen." Allerdings hatten die Genossenschaftsbanken Anfang August mögliche höhere Kontoführungsgebühren ins Gespräch gebracht.

Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee hatte jüngst Schlagzeilen gemacht, weil sie reichen Sparern Strafzinsen abknöpfen will. Zuvor hatte sich bereits die Thüringer Volks- und Raiffeisenbank Altenburger Land mit ihrer Skatbank-Filiale zu diesem Schritt entschlossen.

Das schließt Glaser zumindest für den normalen Sparer aus. Nur für Unternehmen und sehr hohe Einlagen von Privatkunden mit "hohen sechsstelligen Summen" gebe es Gebühren vereinzelt auch bei genossenschaftlichen Banken im Südwesten, sagte Glaser.

Auch Sparkassen wollen Privatkunden verschonen

Ähnlich wie die Genossenschaften äußern sich die Sparkassen. Die Summe, die die Menschen bei den Sparkassen anlegen, steige, sagte der Präsident des Sparkassenverbands, Peter Schneider. "Aber in dem Moment, in dem sie quasi eine Aufbewahrungsgebühr für ihre Ersparnisse zahlen müssten, würden ganze Geschäftsmodelle zusammenbrechen", so Schneider.

"Daher schließen wir Negativzinsen für Privatkunden aus" - wenn auch möglicherweise nicht für alle Ewigkeit: "Die Sparkassen werden die Allerletzten sein und sich solange es überhaupt geht widersetzen", sagte Schneider mit Blick auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Genossenschaftspräsident Glaser pflichtet ihm bei: "Wir halten die Niedrigzinsphase für volkswirtschaftliches Gift", sagte er. "Das ist ein Pyrrhussieg für die öffentlichen Haushalte."

Geschäft der Genossenschaftsbanken wächst

Die Kundeneinlagen - also das Geld, das die Sparer auf die Bank tragen - stiegen bei den 205 Volksbanken und Raiffeisenbanken im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 111,5 Milliarden Euro. Die Summe der Kreditvolumen, mit denen die Banken ihr Geld verdienen, stieg um 2,2 Prozent auf 93,6 Milliarden Euro. "Das zeigt, dass unser Geschäftsmodell funktioniert", sagte Glaser.

Seit Jahresbeginn wurden in Baden-Württemberg 14 neue Genossenschaften gegründet. Insgesamt zählt der Verband landesweit nach wie vor fast 830 Genossenschaften, davon etwa 205 Banken, 318 landwirtschaftliche Genossenschaften und etwa 301 gewerbliche Genossenschaften, die etwa 50 Branchen umfassen.

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