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Brexit-Verhandlungen: Deutsche Bank stellt sich auf Extremfall ein

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Schwierige Brexit-Verhandlungen  

Deutsche Bank stellt sich auf Extremfall ein

21.07.2017, 19:16 Uhr | dru, rtr, dpa, AFP

Brexit-Verhandlungen: Deutsche Bank stellt sich auf Extremfall ein. Wappnet sich für stürmische Zeiten: die Deutsche Bank in Frankfurt. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Wappnet sich für stürmische Zeiten: die Deutsche Bank in Frankfurt. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Ohne greifbare Ergebnisse ist am Donnerstag die zweite Runde der Brexit-Verhandlungen zu Ende gegangen. Bei Fragen der Bürgerrechte und der britischen Finanzverpflichtungen liegen Brüssel und London noch weit auseinander. Die Deutsche Bank stellt sich in ihren Brexit-Planungen derweil auf den Extremfall ein.

"Es ist wichtig, dass wir nicht bis zur letzten Minute warten", mahnte Vorstandschef John Cryan die Mitarbeiter in einer Videobotschaft. "Es müssen furchtbar viele Dinge geregelt werden." Im Moment sei einfach nicht klar, wie die Regeln nach dem Brexit aussehen. Die Bank müsste sich aber auf den schlimmsten Fall einstellen, dass keine günstigen Vereinbarungen für die Finanzindustrie getroffen würden.

"Wir werden versuchen, die Verwerfungen für unsere Kunden und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten", sagte Cryan. "Aber zwangsläufig werden Positionen nach Frankfurt verlagert oder zumindest hier aufgebaut." Vorstandsmitglied Sylvie Matherat hatte im Mai eine Zahl von rund 4000 Mitarbeitern genannt, die nach dem EU-Austritt Großbritanniens aus London abgezogen werden könnten. Dort arbeiten derzeit fast 8600 Menschen für die Deutsche Bank.

"Fundamentale Differenzen" zwischen Brüssel und London

In der zweiten Runde der Brexit-Verhandlungen in Brüssel offenbarten sich erneut "fundamentale Differenzen", wie EU-Chefunterhändler Michel Barnier im Anschluss sagte. Etwa in der Frage der Bleiberechte von rund 3,2 Millionen EU-Bürgern in Großbritannien und 1,2 Millionen Briten in der EU.

Barnier bestand darauf, dass die Rechte der EU-Bürger auch nach dem Brexit beim Europäischen Gerichtshof einklagbar sein sollen. London lehnt das kategorisch ab.

Noch schwieriger ist die Lage im Streit um Londons bereits eingegangene finanzielle Verpflichtungen. Brüssel fordert, dass Großbritannien diese erfüllen muss – auch über das Brexit-Datum im März 2019 hinaus. In Brüssel werden dazu Beträge zwischen 40 und 100 Milliarden Euro genannt.

Die britische Regierung hatte vorige Woche zwar offiziell anerkannt, dass es überhaupt finanzielle Verpflichtungen gibt. Alle Details sind jedoch offen. EU-Unterhändler Barnier mahnte London deutlich: "Ein geordneter Austritt verlangt, dass Großbritannien seine Rechnungen zahlt."

EU fordert Klarstellungen

Bis zur nächsten Verhandlungsrunde Ende August verlangte Barnier "Klarstellungen" der Briten in zentralen Themen wie den Finanzen. Schließlich sei die Finanzfrage "untrennbar" mit den anderen Austrittsthemen verknüpft, sagte er.

Denn für alle diese Themen gilt: Erst wenn es bei ihnen "ausreichende Fortschritte" gibt, will die EU auch über die künftigen Beziehungen mit Großbritannien sprechen. Den Briten ist dabei vor allem ein Handelsabkommen wichtig, weil sie mit dem Brexit auch den europäischen Binnenmarkt verlassen wollen. Dies bedeutet ohne neue Vereinbarung Zollschranken, die ausgeführte Waren und Dienstleistungen verteuern.

Brexit-Minister David Davis forderte seinerseits, die EU solle sich bei ihren Positionen bewegen. Insgesamt zog der britische Chef-Unterhändler eine viel positivere Zwischenbilanz der vergangenen Tage. "Wir hatten robuste, aber konstruktive Gespräche diese Woche", sagte er.

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