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Air Berlins soll an Lufthansa und Easyjet verkauft werden

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Insolvente Fluggesellschaft  

Air Berlins Aufsichtsrat will an Lufthansa und Easyjet verkaufen

25.09.2017, 16:18 Uhr | dpa, Reuters

Die insolvente Fluggesellschaft wird voraussichtlich an Lufthansa und Easyjet gehen. (Screenshot: Reuters)
Gute Perspektiven für Teil der Beschäftigten

Die insolvente Fluggesellschaft wird voraussichtlich an Lufthansa und Easyjet gehen.

Die insolvente Fluggesellschaft wird voraussichtlich an Lufthansa und Easyjet gehen. (Quelle: t-online.de)


Die insolvente Fluglinie Air Berlin bleibt im Verkaufsprozess bei der in der vorigen Woche eingeschlagenen Linie. Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte dem Plan zu, über den Verkauf des Fluggeschäfts weiter mit der Lufthansa und dem Billigflieger Easyjet zu verhandeln, wie Air Berlin am Montag mitteilte. Dabei sieht Air Berlin gute Jobperspektiven für 80 Prozent der Belegschaft.

Die Verhandlungen sollen bis zum 12. Oktober dauern. Dabei sollen auch Teilverkäufe möglich sein. Damit stellte sich der Aufsichtsrat hinter die Entscheidung der vorläufigen Gläubigerausschüsse vom Donnerstag. Für die weiteren Teilbereiche wie die Air Berlin Technik sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen sei Grundvoraussetzung für den Erfolg, warnte der Generalbevollmächtigter Frank Kebekus am Montag. "Alles andere gefährdet die Verhandlungen." Ungewöhnlich viele Krankmeldungen von Piloten hatten vor zwei Wochen zu zahlreichen Flugausfällen und damit zu einem Vertrauensverlust von Passagieren geführt.

Nicht alle Arbeitsplätze können erhalten werden

Air Berlin-Chef Thomas Winkelmann fügte hinzu, man werde nicht alle 8000 Arbeitsplätze erhalten können. Er betonte aber: "Wir sind auf dem Weg, für rund 80 Prozent unserer Kolleginnen und Kollegen gute Chancen für neue Arbeitsplätze bei den Bietern erreichen zu können." Aufatmen könne man erst, wenn die EU den Deal absegne.

Air Berlin liegen nach eigenen Angaben von der Lufthansa Angebote für die Regionalflug-Tochter Walter (LGW), die österreichische Ferienfluggesellschaft Niki sowie Teile der Air Berlin vor. "Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen eröffnet eine Perspektive für mehrere tausend Mitarbeiter", erklärte Air Berlin. Zum Kaufpreis von Lufthansa und Easyjet äußerte sich die Airline nicht. Hierzu hieß es nur: "Wenn die Abschlüsse wie geplant finalisiert werden, besteht eine gute Chance, den KfW-Kredit zurückzuzahlen."

Die Bundesregierung hatte eine Finanzhilfe von 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ohne dieses Geld hätte man den Flugbetrieb von Air Berlin kurz vor dem Insolvenzantrag am 15. August einstellen müssen, sagte Winkelmann. "Andernfalls hätten wir am Wochenende 12./13. August 2017 die Flotte grounden müssen."

EU-Kommission wird Bieterverfahren prüfen

Die EU-Kommission wird nach Worten von Sachwalter Lucas Flöther das Bieterverfahren prüfen. "Wir hoffen, dass der Prozess bis Jahresende abgeschlossen ist." Vorwürfe von Interessenten über einen Einfluss der Politik auf das Verfahren bezeichnete Flöther als "völlig abwegig". Vertreter der Bundesregierung und des Landes Berlin hatten sich allerdings für die Lufthansa starkgemacht.

Flöther machte deutlich, dass die Bieter den Zuschlag bekämen, "die das beste Angebot zugunsten der Gläubiger vorlegen". Ausnahmen dieses Prinzips gebe es nur, "wenn die Bieter aus kartellrechtlichen Gründen nicht in Frage kommen oder nicht die nötigen Finanzmittel nachweisen können". Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hatte bis zu 500 Millionen Euro für Air Berlin als Ganzes in Aussicht gestellt, geht nach aktuellem Stand aber wohl leer aus.

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