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In der Schweiz befinden sich kiloweise Gold und Silber im Abwasser

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Woher stammen die Edelmetalle?  

Im Schweizer Abwasser befinden sich kiloweise Gold und Silber

11.10.2017, 20:38 Uhr | dpa, t-online.de, AM

In der Schweiz befinden sich kiloweise Gold und Silber im  Abwasser. Im Schweizer Abwasser befinden sich Kiloweise Gold und Silber (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/format35)

An einzelnen Klärwerken im Tessin sei die Goldkonzentration so hoch, dass sich womöglich eine Rückgewinnung lohnen würde. (Quelle: format35/Thinkstock by Getty-Images)

Gold schürfen im städtischen Abwasser? Vielleicht keine schlechte Idee, denn nach Hochrechnungen der Forschungsanstalt Eawag landen kiloweise Gold und Silber in der Schweiz jedes Jahr im Abwasser. 

In den Kläranlagen kommen nach Analyse des Instituts jedes Jahr allein 3000 Kilogramm Silber und 43 Kilogramm Gold zusammen. Der Wert belaufe sich auf je rund 1,5 Millionen Franken (je 1,3 Millionen Euro). Dabei gehe es nicht um Schmuck wie Ringe und Ketten, die aus Versehen im Abfluss landeten. Vielmehr handelt es sich um Rückstände aus der Industrieproduktion, so die Forschungsanstalt.

Rückgewinnung könnte sich lohnen

An einzelnen Klärwerken im Schweizer Kanton Tessin sei die Goldkonzentration so hoch, dass sich womöglich eine Rückgewinnung lohnen würde, so die Forscher. In der Gegend gebe es viele Goldraffinerien. Silber werde in der Chemie- und Pharmaindustrie eingesetzt, ebenso in der Hightech-Forschung und Entwicklung – alles Sektoren mit großer Präsenz in der Schweiz, sagte der Hauptautor, Bas Vriens.

Die Studie weist auch teils erhebliche Mengen anderer Metalle und Spurenelemente sowie seltene Erden nach. Sie stammten vor allem aus der Hightech- oder Pharmaindustrie. Tantal oder Germanium werde in elektronischen Bauteilen verwendet, Niob und Titan in Legierungen und Beschichtungen, Gadolinium als Röntgenkontrastmittel und für Leuchtfarben.

Unbedenklichkeit nur teilweise bestätigt

Gesundheitsgefährdend seien die Konzentrationen nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Bei den neuen Elementen sei aber auch noch nicht viel über die Giftigkeit bekannt, so die Forscher.

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