Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Zigaretten werden wegen steigender Tabaksteuer teurer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zigaretten werden teurer

20.04.2011, 10:50 Uhr | dapd, dapd, t-online.de

Zigaretten werden wegen steigender Tabaksteuer teurer. Die Tabakindustrie erhöht zum ersten Mai die Preise für Zigaretten (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Tabakindustrie erhöht zum ersten Mai die Preise für Zigaretten (Foto: imago) (Quelle: imago)

Raucher müssen für Zigaretten ab Mai abermals tiefer in die Tasche greifen. "Im Schnitt gehen die Preise um 20 Cent pro Schachtel nach oben", sagte Ralf Leinweber vom Hersteller BAT (Pall Mall). Auch Reemtsma (JPS) und Philip Morris (Marlboro) drehen zum 1. Mai an der Preisschraube. Die Hersteller missbrauchen bei ihrer Preiserhöhung die steigende Tabaksteuer und satteln zusätzlich zu den Steuern noch kräftig einen drauf. Und es kommt noch schlimmer.

Marlboro kostet fast fünf Euro

Der Preis für eine 19er-Schachtel steigt um etwa fünf Prozent: Ein Päckchen der Sorte Lucky Strike kostet zurzeit etwa 4,60 Euro und verteuert sich auf 4,80 Euro. Noch teurer wird die meistverkaufte Marke Marlboro, die mit 4,90 Euro nach der Erhöhung nur noch knapp unter der Fünf-Euro-Marke liegt.

Im Mai steigt die Tabaksteuer nach dem Willen der Bundesregierung um vier bis acht Cent. Doch dabei bleibt es nicht. Beschlossen ist eine jährliche Anhebung bis 2015 in ähnlicher Größenordnung. Damit drohen von 2012 bis 2015 Preissteigerungen pro Schachtel von mindestens zehn Cent. Besonders kräftig greift das Finanzamt jetzt bei Selbstdrehern zu: Für Drehtabak (40 Gramm) werden jedes Jahr 12 bis 14 Cent pro Packung zusätzlich an Abgaben fällig. Damit reagiert der Staat darauf, dass immer mehr Raucher vor den teuren Industriezigaretten fliehen und selbst drehen.

Tabakindustrie mit saftigem Preisaufschlag

Die Tabakindustrie nutzt die Steuererhöhung für einen saftigen zusätzlichen Preisaufschlag, denn die Schachtel wird 20 Cent teurer statt nur vier bis acht Cent aus der Tabaksteuer. "Alle unsere Rohstoffkosten steigen, vor allem der Rohtabak wurde teurer", begründete BAT-Manager Leinweber den Schritt. Die vergangene große Preiserhöhung fand im Juni 2009 statt. Damals gab es gleich zwei Preisrunden in einem Jahr: Im Sommer wurden 20 Cent aufgeschlagen. Ab Herbst mussten die Hersteller auf Anordnung der Regierung statt 17 mindestens 19 Zigaretten in eine Schachtel füllen. Eine Packung Markenzigaretten kostete danach 4,50 Euro oder mehr.

Schon jetzt deutet sich an, dass die Tabakindustrie auch die für 2012 bis 2015 beschlossene Anhebung der Tabaksteuer nutzen wird, um zusätzliche Preiserhöhungen durchzusetzen: Traditionell steigt der Preis für eine Schachtel in Deutschland immer nur in Schritten von vollen zehn Cent. So sollen krumme Summen an der Kasse vermieden werden. Zum 1. Januar wird die nächste Steuererhöhung von vier bis acht Cent wirksam. Es ist klar, dass der Endverbraucherpreis um mindestens zehn Cent steigen wird.

Staat kassiert bei Rauchern ab

Raucher sind für den Staat eine ergiebige Quelle: 13,5 Milliarden Euro brachte allein die Tabaksteuer 2010 ein, dazu kommen noch die Mehrwertsteuer und die Ertragssteuern der Zigarettenindustrie. Die Bundesregierung will mit der jüngsten Erhöhung einen Teil der Einnahmeausfälle ausgleichen, die entstanden sind, weil Unternehmen mit hohem Energieverbrauch bei der Ökosteuer entlastet werden. Die Erhöhung soll 2011 rund 200 Millionen Euro mehr in die Staatskasse spülen und 2015 eine Milliarde Euro zusätzlich pro Jahr bringen.

In der Vergangenheit wurden immer wieder verschiedenste politische Zwecke von den Rauchern finanziert: Im Zeitraum von 2002 bis 2005 wurde die Tabaksteuer insgesamt fünfmal erhöht. Die Politiker finanzierten mit den Mehreinnahmen Maßnahmen zur Anti-Terror-Bekämpfung und Teile der Gesundheitsreform.

Allerdings sind die Einnahmen nicht verlässlich: Immer mehr Schmuggelzigaretten kommen nach Deutschland, außerdem wechseln immer mehr Verbraucher zu billigeren Produkten oder geben das Rauchen ganz auf. In den letzten Jahren sind viele Raucher zu selbst gestopften Zigaretten gewechselt, weil loser Tabak weniger stark besteuert war. Diesen Preisvorteil beschneidet die Bundesregierung jetzt mit der überdurchschnittlichen Anhebung der Abgaben auf Dreh- und Stopftabak.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Highspeed-Surfen + digital fernsehen &120,- € TV-Bonus
bei der Telekom bestellen
Shopping
Nur noch heute Aktionsrabatt auf alles sichern!
Denim, Blusen, Kleider u.v.m. bei TOM TAILOR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017