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Unterhalt nach der Scheidung ist nicht selbstverständlich

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Nach einer Scheidung besteht kein automatischer Anspruch auf Unterhalt

08.02.2013, 11:11 Uhr | ps (CF)

Die Frage, ob es am Ende einer Ehe zum Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung kommt, ist stets individuell zu entscheiden. Entgegen der landläufigen Meinung ist der Unterhalt nach Scheidung damit keineswegs sicher, und es bedarf im Vorfeld immer erst eines Antrags und dessen Annahme durch ein Gericht. Lediglich für den Fall, dass einer der beiden Ehegatten noch gemeinsame minderjährige Kinder betreut, ist der Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung stets gewährleistet.

Wann haben Sie Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung?

Ansonsten gilt der Grundsatz, dass beide Ehegatten grundsätzlich dazu verpflichtet werden können, Ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Das gilt auch dann, wenn ein minderjähriges Kind das Alter von drei Jahren erreicht hat und keine körperliche oder geistige Behinderung eine zusätzliche Betreuung erforderlich macht. Ansonsten gilt das Prinzip der Eigenverantwortung, und so muss nach einer Scheidung nachgewiesen werden, dass einer der Ehepartner nicht dazu in der Lage ist, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Zudem kann ein einmal als rechtmäßig anerkannter Unterhalt jederzeit verfallen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine neue eheähnliche Gemeinschaft eingegangen wird oder der unterhaltsberechtigte Ehegatte wieder heiratet. Auch wenn es zu Straftaten gegenüber dem Unterhaltszahler kommt, kann der Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung erlöschen. Zuletzt besteht kein Anspruch, wenn die Ehe kinderlos geblieben ist und die Dauer von zwei Jahren nicht überschritten hat.

eltern.t-online.de: Unterhaltsrechner - So viel Kindesunterhalt müssten Sie zahlen

Wonach wird die Höhe der Zahlungen bestimmt?

Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach dem innerhalb der Ehe erreichten Lebensstandard. So haben beide Ehepartner einen gegenseitigen Anspruch darauf, dass in der Scheidungsphase der Unterhalt für einen entsprechenden Ausgleich bzw. ein Aufstocken sorgt. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass der Unterhaltspflichtige trotz Arbeit deutlich weniger Geld erhält als die Person, die den Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung durchgesetzt hat.

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