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Steuerzahler arbeiten ab Mittwoch für den eigenen Geldbeutel

08.07.2011, 09:17 Uhr | dapd, dapd

Steuerzahler arbeiten ab Mittwoch für den eigenen Geldbeutel. Ab 6. Juli 3:37 Uhr wirtschaften Steuerzahler nicht mehr für den Staat (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Ab 6. Juli 3:37 Uhr wirtschaften Steuerzahler nicht mehr für den Staat (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Steuerzahler arbeiten nach Berechnungen des Steuerzahlerbunds ab Mittwoch wieder für den eigenen Geldbeutel. Verbandspräsident Karl Heinz Däke sagte in Berlin, dass die Steuer- und Abgabenzahler in diesem Jahr bis zum 6. Juli um 3.36 Uhr für den Staat arbeiten und damit zwei Tage länger als im vergangenen Jahr.

Arbeiten für Steuern und Sozialabgaben

Grund sei vor allem die kalte Progression, also die Tatsache, dass Lohnzuwächse von einem höheren Einkommensteuersatz aufgezehrt werden. Was die Deutschen in den ersten Monaten des Jahres an Lohn erarbeitet haben, müssen sie für Steuern und Sozialabgaben berappen.

"Untätigkeit ist für den Fiskus äußerst lukrativ"

Däke forderte die Bundesregierung auf, die Einkommensteuer schon ab 2012 zu reformieren und nicht erst wie geplant 2013 gegen heimliche Steuererhöhungen vorzugehen. "Untätigkeit ist für den Fiskus äußerst lukrativ", sagte er. Und Steuerzahler würden weiter um einen Teil des Lohns ihrer Arbeit betrogen. Doch von der schwarz-gelben Bundesregierung gebe es nur vage Ankündigungen von Steuersenkungen, aber keine Entscheidung über die Art und den Umfang der Entlastungen.

300.000 Mitglieder im Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler wurde 1949 in Stuttgart als parteipolitisch neutrale Interessenvertretung gegründet und ist mit mehr als 300.000 Mitgliedern die größte Steuerzahler-Organisation Europas. Sie besteht aus 15 Landesverbänden und verfügt über eine finanzwissenschaftliche Forschungseinrichtung, das Karl-Bräuer-Institut. Präsident des gemeinnützigen Vereins ist seit 1994 der Ökonom Karl Heinz Däke.

"Schwarzbuch" prangert Misswirtschaft an

Große Aufmerksamkeit erregt das jährlich im Herbst erscheinende "Schwarzbuch", in dem unter dem Titel "Die öffentliche Verschwendung" typische Fälle von Misswirtschaft mit Steuergeld angeprangert werden. Auf der Internetseite mahnt der Steuerzahlerbund zudem mit einer digitalen Schuldenuhr, die die sekündlich wachsende Staatsverschuldung pro Kopf in Deutschland anzeigt.

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