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Steuererklärung: So können Sie Handwerkerkosten absetzen

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Handwerkerkosten absetzen: So kassieren Sie den Steuerbonus

11.04.2012, 09:20 Uhr | dapd, t-online.de

Steuererklärung: So können Sie Handwerkerkosten absetzen. Wer für den Garten Profis engagiert, kann Steuer sparen (Quelle: imago)

Wer für den Garten Profis engagiert, kann Steuer sparen (Quelle: imago)

Rund um Ostern sind Handwerker besonders gut gebucht: Viele Hauseigentümer - aber auch Mieter - lassen im Frühjahr gern Haus, Wohnung oder Terrasse auf Vordermann bringen. Die Fachleute reißen alte Fliesen raus, schneiden Hecken, erneuern die Markise auf dem Balkon. Sind die Arbeiter abgerückt, werden ihre Rechnungen oft achtlos fortgelegt. Dabei sollten Steuerzahler solche Belege unbedingt für die Steuererklärung sammeln, wie Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) rät.

Das Finanzamt hilft beim Frühjahrsputz

So helfen etwa Handwerkerarbeiten, jährlich bis zu 1200 Euro Steuern zu sparen. Was Mieter oft nicht wissen: Auch sie können einen Bonus vom Finanzamt bekommen. Immer dann, wenn ein Steuerzahler Handwerker beauftragt, zu Hause etwas zu reparieren, zu renovieren oder auszutauschen, bringen die Ausgaben nämlich einen direkten Steuerabzug. Wer in diesem Jahr zum Beispiel von Profis seine Fenster putzen, das Parkett abschleifen und die Waschmaschine reparieren lässt, kann 20 Prozent vom Arbeitslohn - maximal 6000 Euro - dafür geltend machen.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Dienstleister eine ordentliche Rechnung ausstellen und nicht schwarz werkeln. Ob der Betrieb ein kleines Ein-Mann-Unternehmen oder in die Handwerksrolle eingetragen ist, spielt dabei keine Rolle. Absetzbar sind jeweils die Arbeitsleistung sowie die Kosten für Anfahrt und Maschinenmiete. Am Material beteiligt sich der Staat nicht, die Kosten muss der Verbraucher allein tragen. Steuersparer sollten außerdem beachten: Die Rechnung muss per Überweisung bezahlt werden, niemals bar gegen eine Quittung. Sonst ist der Steuerabzug verspielt, wie der Bundesfinanzhof (BFH) urteilte (Az.: VI R 14/08).

Welche Arbeiten Steuervorteile bringen

Es kann sich also lohnen, Schönheitsreparaturen in den eigenen vier Wänden wie Tapezieren, Malern, Heizkörper-Lackieren oder sogar die Teppichbodenreinigung vom Fachmann erledigen zu lassen. Auch Arbeiten am Dach, an der Regenrinne und an der Hausfassade werden bezuschusst.

Das Gleiche gilt für Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- oder Wasserinstallationen. Darüber hinaus beteiligt sich das Finanzamt an der Reparatur und Wartung von Haushaltsgeräten, wenn beispielsweise Waschmaschine, Fernseher oder Computer streikten und vom Experten gerichtet werden mussten.

Kosten für den Garten absetzen

Selbst das Anlegen des Gartens darf steuerlich geltend gemacht werden. Bisher konnten Hausbesitzer nur bei Umgestaltungen Steuern sparen, wie der Eigentümerverband Haus und Grund in Berlin erläutert. Nach einem neuen BFH-Urteil sei jetzt noch viel mehr drin, sagt Nöll (Az.: VI R 61/10). Geld zurück vom Staat gibt es etwa für Aushub- und Erdarbeiten im Garten, den Bau von Stützmauern und Einfriedungen sowie für das Pflanzen von Bäumen, Büschen oder Rasen.

Wer bereits im vergangenen Jahr seinen Garten neu gestalten ließ, sollte jetzt die Rechnungen heraussuchen und sie bis Ende Mai mit seiner Steuererklärung einreichen. Das gilt auch für frühere Jahre, sollten die Bescheide noch offen sein. Neue Rechnungen aus diesem Jahr gehören in einen entsprechenden Sammelordner.

Was nicht steuerlich geltend gemacht werden kann

Die Palette der begünstigten Handwerkerarbeiten ist zwar inzwischen immens groß. Das Finanzamt winkt aber noch längst nicht alles durch. Nicht absetzbar sind zum Beispiel Ausgaben für den Energiepass, für eine Haushaltsauflösung oder den Aufzugnotruf.

Auf Granit beißt beim Finanzamt auch, wer von Steuervorteilen für den Hausneubau, fürs Anbauen oder Aufstocken profitieren will. Beim Einbau einer neuen Küche wird nach wie vor unterschieden: Kommt sie in ein neues Haus, gibt es kein steuerliches Extra. Wird sie gegen eine alte ausgetauscht, fließt der Bonus.

Steuerexperte Nöll rät Verbrauchern, so viele Steuersparchancen wie möglich zu nutzen. Es gebe bereits Überlegungen, die Förderung wieder zu kappen und Handwerkerrechnungen beispielsweise erst ab 300 Euro zuzulassen.

ratgeber.t-online.de: Steuererklärung zu spät abgegeben: Was tun?

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