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Bernard Arnault: Reichster Franzose wird Belgier

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Steuern  

Wegen Steuererhöhungen? Bernard Arnault will Belgier werden

10.09.2012, 10:21 Uhr | dpa-AFX

Bernard Arnault: Reichster Franzose wird Belgier . LVMH-Chef Bernard Arnault will Belgier werden (Quelle: imago)

LVMH-Chef Bernard Arnault (Quelle: imago)

Frankreichs Präsident François Hollande hat massive Steuererhöhungen vor allem für Reiche angekündigt. Und mitten in der Debatte um die Spitzenbesteuerung hat Frankreichs reichster Mann eine fremde Staatsbürgerschaft beantragt. Bernard Arnault, der 63-jährige Vorsitzende des Luxusgüter-Herstellers Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) will Belgier werden, wie die belgische Zeitung "La Libre Belgique" berichtet. Dem höheren französischen Steuersatz wolle er damit nicht entfliehen, beteuert Arnault. Präsident François Hollande bringt er aber dennoch in Bedrängnis.

Reichensteuer soll kommen

Hollande will das Haushaltsdefizit mit massiven Steuererhöhungen und Einsparungen in den Griff bekommen. Privathaushalte und Unternehmen sollen jeweils zehn Milliarden Euro mehr an den Fiskus zahlen. Bei den Bürgern sollen vor allem die sehr gut Verdienenden belastet werden, erklärte Hollande am Sonntagabend bei einem Interview im Fernsehsender TF1.

Die reichsten Menschen laut "Forbes" in der Übersicht (Quelle: dpa)Reichste Menschen in der Übersicht (Quelle: dpa) Viertreichster Mensch der Welt

Bernard Arnault verdient sehr gut. Der Chef der Luxusgüter-Gruppe LVMH gilt laut Magazin "Forbes" als viertreichster Mensch weltweit. Auf 41 Milliarden US-Dollar (rund 32 Milliarden Euro) beziffert das Magazin "Forbes" Arnaults Vermögen. In Europa liegt er sogar auf Platz eins. Seit Jahrzehnten macht der erfolgreiche Manager aus dem Norden des Landes sein Geld unter anderem mit exklusiver Mode.

Steuern müssen weiterhin in Frankreich gezahlt werden

Vermutungen, dass er sich dem Zugriff der französischen Steuerbehörden entziehen wolle, wies Arnault in einer von französischen und belgischen Medien zitierten Mitteilung zurück. "Herr Bernard Arnault ist und bleibt in Frankreich steuerpflichtig", heißt es in der Stellungnahme. "Der eventuelle Erwerb der doppelten französisch-belgischen Nationalität ändert nichts an dieser Situation." Als Nordfranzose habe er schon immer enge Verbindungen zum Nachbarland Belgien gehabt, sein Unternehmen "Groupe Arnault" wolle zudem die Investitionen dort ausweiten.

Arnault mag Steuerpläne nicht

Dass er kein Freund der Steuerpläne von Frankreichs Präsident François Hollande ist, verbirgt der bestens situierte Arnault nicht. Der Sozialist Hollande hatte gerade sein Wahlkampfversprechen bekräftigt, den Spitzensteuersatz auf 75 Prozent anzuheben. Erst vergangenen Mittwoch hatte Arnault Premierminister Jean-Marc Ayrault im persönlichen Gespräch erklärt, wie wenig er davon hält. Da hatte er den Antrag in Belgien schon gestellt.

"Dämliche Entscheidungen"

Für die politischen Gegner Hollandes ist Arnaults Entscheidung ein gefundenes Fressen. Der ehemalige konservative Premierminister François Fillon macht die Regierung für Arnaults Entscheidung verantwortlich, wie AFP berichtete. "Wenn man dämliche Entscheidungen trifft, kommt man zu furchteinflößenden Ergebnissen", sagte der Politiker. Für ihn steht fest, dass Arnault aus steuerlichen Erwägungen handelt.

Unmittelbare Steuervorteile kann Arnault aus dem Erwerb der belgischen Staatsbürgerschaft offenbar nicht ziehen, meinen Experten. Zwar stehen Reiche in Belgien besser, weil es dort keine Vermögenssteuer gebe und nur eine geringe Steuer auf Kapital, schreibt "La Libre Belgique" unter Berufung auf Steuerexperten. Für die Besteuerung sei jedoch der Wohnsitz ausschlaggebend, nicht die Staatsangehörigkeit.

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