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Steuererklärung 2012: Endlich Geld zurück vom Fiskus

01.03.2013, 12:12 Uhr | dapd, dpa-tmn, t-online.de

Steuererklärung 2012: Jetzt zahlt der Fiskus zurück. Finanzämter können erst jetzt mit Steuer-Rückerstattungen beginnen (Quelle: Imago/ Blickwinkel)

Finanzämter können erst jetzt mit Steuer-Rückerstattungen beginnen (Quelle: Imago/ Blickwinkel)

Wer seine Einkommensteuererklärung abgibt, hat normalerweise nach vier bis sechs Wochen den Steuerbescheid im Briefkasten. Doch in vielen Finanzämtern fällt erst jetzt der Startschuss für die Steuerrückerstattung 2012. Eine neue Terminlage verdonnert auch Finanzämter zum Warten. Die Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich dennoch eigentlich für alle: Etwa 860 Euro bekommen Arbeitnehmer im Schnitt vom Fiskus zurück, wenn sie ihre Unterlagen beim Finanzamt einreichen.

Demnächst kann der Rubel rollen: In etwa zwei Wochen bekommen die ersten schnellen Bürger ihre Steuerbescheide für 2012 nach Hause - und die lang erwartete Rückerstattung aufs Konto. Das gilt für diejenigen, die nicht auf bestimmte Steuer-Unterlagen von den Firmen warten mussten und ihre Steuererklärung bereits im Januar einreichten.

"Viele Bescheide und Erstattungen gibt es erst ab Mitte März", sagte der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, im dapd-Gespräch. Die vielen Anrufe verärgerter Steuerzahler seien verständlich, setzten die Finanzämter aber nur zusätzlich unter Druck.

Firmen haben für Datenübertragung mehr Zeit

Hauptgrund für die verzögerte Bearbeitung von Steuererklärungen von bis zu einem Vierteljahr ist eine gesetzliche Änderung. Bis Ende Februar haben Arbeitgeber, Versicherungen und Krankenkassen neuerdings Zeit, ihre Daten elektronisch zur Steuerverwaltung zu schicken, wo sie verarbeitet und den Finanzämtern der Bundesländer zugeordnet werden. Dazu gehören Lohnsteuerbescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen.

Solange nicht alles da ist, kann nicht mit der Bearbeitung der bereits eingereichten Steuererklärungen begonnen werden, wie der Präsident des Bayerischen Landesamts für Steuern, Roland Jüptner, erklärt. Und viele Tausend Bürger, die ihre Steuererklärung gezielt zu Jahresanfang abgaben, um schneller an die Rückerstattung zu kommen, gucken erst einmal in die Röhre.

Wer zuerst kommt, kassiert zuerst

"Ende Januar waren etwa 50 Prozent der nötigen Daten da, zum Ende Februar hin knapp 90 Prozent, und 10 Prozent trudeln erst nach der Frist ein», erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine, Erich Nöll. Für Extra-Stolpersteine sorgt, dass die Software-Programme zur elektronischen Verarbeitung auch häufig erst auf den letzten Drücker bereitstehen.

"Je nach Bundesland kann es da kräftig haken", sagt Nöll. Darüber hinaus kämpfen die überlasteten Finanzämter seit Monaten mit noch viel mehr Problemen, nicht zuletzt wegen der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte ElStAM zum Jahresbeginn. Der Start war wegen technischer Probleme bereits zweimal verschoben worden.

Ein Trost: Wer seine Steuererklärung schon sehr früh eingereicht hat und seither ungeduldig wartet, gehört wenigstens zu den ersten, die sich über eine Rückerstattung auf dem Konto freuen können. Bei der Bearbeitung zähle die Reihenfolge der Einsendung, sagt Eigenthaler.

Frisch Verheiratete und junge Eltern räumen ab

Geld zurück vom Finanzamt kann erwarten, wer 2012 geheiratet hat, ein Kind bekam oder länger krank respektive arbeitslos war. Auch wer im vergangenen Jahr ein schwankendes Gehalt hatte oder eine Abfindung bekam, darf sich auf eine Erstattung freuen.

Gleiches gilt, wenn hohe Ausgaben für Handwerker, Putzfrau oder den ambulanten Pflegedienst nötig waren. Oder wenn ein Ehepaar in ungünstigen Steuerklassen steckte beziehungsweise Schüler und Studenten auf Steuerkarte jobbten. Auch wer Kirchensteuern, Kosten für Ausbildung, Spenden, Mitgliedsbeiträge zahlen, Verluste aus Nebenjobs, Mietimmobilien oder früheren Jahren in Kauf nehmen oder viel Geld wegen Krankheit ausgeben musste, sollte auf die Steuererklärung besser nicht verzichten.

Frist bis Ende Mai

Am 31. Mai als letztem Termin fürs Abgeben der Steuererklärung wird im Übrigen nicht gerüttelt, Bearbeitungsverzögerungen hin oder her. "Dabei wäre es sinnvoll, die allgemeine Abgabefrist um zwei Monate hinauszuschieben auf den 31. Juli", betont Nöll. Das verschaffe den Beamten in den Finanzämtern mehr Luft und nehme auch vielen Bürgern den Zeitdruck.

Wie viele Steuerzahler wissen, gibt es schon jetzt einen Weg, die reguläre Abgabefrist elegant zu umschiffen. Wer sich bei der Steuererklärung vom Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater unter die Arme greifen lässt, hat in jedem Fall noch Zeit bis 31. Dezember.

Abgabe der Steuererklärung ist für viele Bürger Pflicht

Zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind berufstätige Ehegatten, wenn sie die Lohnsteuerklassen III und V oder IV mit Faktor gewählt haben. Diese Steuerklassen-Kombinationen sei unter anderem für Paare empfehlenswert, die ein unterschiedlich hohes Einkommen haben.

Ebenfalls zur Abgabe verpflichtet sind laut Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine Steuerzahler, die sich auf der Lohnsteuerkarte einen Freibetrag beispielsweise für Wegekosten zur Arbeit oder Kinderbetreuungskosten eintragen ließen. Gleiches gilt für alle, die im Jahr 2012 neben dem Arbeitslohn weitere steuerpflichtige Einkünfte von mehr als 410 Euro bezogen haben.

Auch bei Bezug von Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I muss eine Steuererklärung eingereicht werden. Diese Bezüge werden zwar steuerfrei ausgezahlt, erhöhen aber den Steuersatz für das übrige zu versteuernde Einkommen. Dieser sogenannte Progressionsvorbehalt kann zu Steuernachzahlungen führen.

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