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So ticken die Deutschen beim Vererben

16.05.2013, 13:54 Uhr | t-online.de

So ticken die Deutschen beim Vererben. Beim Erben und Vererben lassen sich viele Deutsche professionell beraten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Erben und Vererben lassen sich viele Deutsche professionell beraten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutschen haben beim Vererben und Erben dazugelernt: Die Bundesbürger beschäftigen sich deutlich intensiver und frühzeitiger als bisher mit dem Thema. Das ist das Ergebnis einer neuen bundesweiten Erbschaftsstudie der Postbank. Demnach geht es den Vererbenden vor allem um Transparenz und eine klare Aufteilung des Nachlasses, um Streit unter ihren Hinterbliebenen zu verhindern. Ein für beide Seiten besonders wichtiger Aspekt ist zudem das Enterben unliebsamer Verwandtschaft.

Aufteilung des Nachlasses soll klar geregelt werden

"Die Deutschen haben offenkundig aus Fehlern der Vergangenheit bei Erbschaften gelernt", sagt Susanne Klöß, Generalbevollmächtigte der Postbank. "Und sie werden bei der Nachlass-Planung immer routinierter." Der Analyse zufolge hat die klar geregelte Aufteilung des zu vererbenden Besitzes oberste Priorität: 77 Prozent der Studienteilnehmer halten das für "ganz besonders wichtig".

Eindeutige Verhältnisse für die Erben sind damit sogar von größerer Bedeutung, als dass alle Dokumente wie Testament oder Vollmachten bei Tod vorliegen. An dritter Stelle folgt das Ziel, dass es keinen Streit ums Erbe gibt. Dies deckt sich fast genau mit den Ansichten der zukünftigen Erben. Zu der Gruppe gehört jeder fünfte Erwachsene ab 16 Jahre in Deutschland.

Immer öfter Absprachen zwischen beiden Seiten

Bislang wurde nur in etwa jedem vierten Erbfall die Verteilung des Nachlasses zwischen den Erben und dem Erbschafts-Geber abgesprochen. "Eine neue Offenheit bei Erbschaften in Deutschland ist erwünscht", fasst Susanne Klöß zusammen.

Laut Postbank haben sich genau zwei Drittel aller ab 50-Jährigen in Deutschland schon mit der Vergabe eines Erbes beschäftigt. Mehr als jeder Zweite dieser Gruppe hat selbst schon mindestens einmal etwas geerbt und somit entsprechende Erfahrung. Aus dem Grund decken sich offenbar den Postbank-Experten zufolge die Wünsche angehender Erben und Erblasser in Deutschland inzwischen stark.

Jeder dritte Erbe nimmt Beratung in Anspruch

Zudem steigt die Nachfrage nach Beratung. Bisher nahmen Erben nur in jedem vierten Erbfall den professionellen Rat von Steuer-, Bank- oder Finanzberatern in Anspruch. Von den aktuell angehenden Erben aber plant oder hatte schon jeder Dritte solche Gespräche. Geht es um die Vererbung von Immobilien, sind es sogar vier von zehn.

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Immobilien waren bislang erst in jeder zweiten Erbschaft enthalten. Dagegen erwarten Erben heute zu 71 Prozent Wohneigentum. Das stimmt mit den Plänen der Vererbenden überein. In zwei Dritteln aller künftigen Erbschaften ist deshalb mit Immobilien zu rechnen.

Viele Erben ziehen nicht in die geerbte Immobilie

Wurde ein vom Erblasser bewohntes Eigenheim geerbt, bezog bislang jeder zweite Erbe die hinterlassene Immobilie ebenfalls selbst. Angehende Erben wollen hingegen nur noch etwa halb so oft in ein geerbtes Eigenheim einziehen. Den Verkauf des Erbhauses nur 30 Prozent, in der Vergangenheit waren es noch 37 Prozent. Entsprechend häufiger (19 Prozent) wollen die Begünstigten künftig die geerbte Immobilie vermieten als bisher (14 Prozent).

Nach der Analyse ist Frauen bei der Aussicht auf eine Erbschaft fast doppelt so wichtig, dass offen und frühzeitig mit dem Vererbenden über die Verteilung des Nachlasses gesprochen wird. Insgesamt legen Frauen den größten Wert darauf, dass im Erbfall alle Dokumente wie Testament oder Vollmachten vorliegen. Männer hingegen gaben öfter als Frauen an, ihnen sei der vertrauliche Umgang mit einer Erbschaft "ganz besonders wichtig". Sie bevorzugten auch öfter als weibliche Erben, dass nur beteiligte Personen über die Erbschaft Bescheid wissen.

Wunsch nach Enterbung nimmt zu

Fast jeder Dritte will nach den Angaben Kinder oder Ehegatten komplett enterben können. Ihnen steht in Deutschland jedoch ein sogenannter Pflichteil bei Erbschaften zu, von dem sie faktisch nicht ausgeschlossen werden können. 30 Prozent der Deutschen halten das gemäß der Studie aber für "grundsätzlich nicht richtig". Von den unter 35-Jährigen waren es sogar 37 Prozent. In Ostdeutschland votieren sogar fast vier von zehn Personen für eine Enterbungsmöglichkeit, in Westdeutschland dagegen nur jeder Vierte.

Auch in dieser Frage stimmen angehende Erben und Erblasser größtenteils überein: Mit 30 Prozent sind sogar etwas mehr der angehenden Erben für eine Enterbungsmöglichkeit naher Angehöriger als unter denen, die eine Erbschaft vergeben wollen (27 Prozent).

Die aktuelle Postbank-Studie "Erbschaften in Deutschland 2013" ist die dritte Umfrage zum Thema nach 2011 und 2012. Sie entstand mit Unterstützung des Instituts Allensbach. Für die Untersuchung wurden bundesweit repräsentativ drei Gruppen befragt: Deutsche, die eine Erbschaft vergeben wollen, außerdem jene, die ein Erbe bereits erhalten haben und die in den nächsten Jahren eine Erbschaft erwarten. Die Befragung von 1573 Personen hierzulande ab 16 Jahren wurde im März 2013 durchgeführt.

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