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Knock-Out-Zertifikate: Eine Anlage für Profis

19.11.2013, 08:16 Uhr | aw (CF)

Wie es der Name bereits vermuten lässt, sind Knock-Out-Zertifikate nur etwas für Profis. Denn fernab vielversprechender Renditeerwartungen kann bei dieser Anlage auch der Totalausfall der Investition drohen.

Nur für Profis

Anleger, die sich auf dem modernen Investmentparkett sicher fühlen, über ausreichende Rücklagen verfügen und spekulativen Modellen entsprechend nicht abgeneigt sind, werden mit Knock-Out-Zertifikaten schnell warm.

Bei Produkten dieser Machart lässt sich die Entwicklung eines Basiswerts mit viel Risiko hebeln. Der Hebel manifestiert sich im Kapitaleinsatz, der im Vergleich zur Direktanlage in den Basiswert deutlich geringer ausfällt. Dadurch reagiert der Wert eines solchen Zertifikats auf etwaige Schwankungen des Basiswerts deutlich stärker als dieser selbst. Ein solcher Hebel kann schon mal bei Faktor 30 liegen – Risiko und Gewinnchancen sind damit schnell erklärt.

Investition kann im Totalverlust enden

Sie können sowohl auf fallende als auch steigende Kurse setzen. Knock-Out-Zertifikate mit der Bezeichnung „Long“ oder „Bull“ wachsen beim Kursanstieg, mit der Bezeichnung „Short“ oder „Bear“ dagegen beim Kursverfall. Im Gegensatz zu herkömmlichen Optionsscheinen werden solche Zertifikate von sonstigen Faktoren wie dem Zeitwert nicht beeinflusst. Diese Tatsache macht eine solche Anlageform etwas besser kalkulierbar.

Die klingende Bezeichnung „Knock-Out“, die am ehesten aus dem Boxsport (K. O.) bekannt sein dürfte, nimmt auf die festgelegte Schwelle des Zertifikats Bezug: Erreicht der Kurs diese Schwelle, ist das eingesetzte Kapital verloren. Eine etwas weniger spekulative Alternative sind Knock-Out-Zertifikate mit sogenannten Stopp-Loss-Schwellen. Diese sehen eine Art Sicherheitsgrenze oberhalb beziehungsweise unterhalb der jeweiligen Knock-Out-Schwelle vor. Erreicht der Kurs diese Sicherheitsgrenze, erhält der Anleger immerhin den noch verbleibenden Differenzbetrag ausgezahlt.

Zunehmend in der Kritik

In den vergangenen Jahren gerieten Knock-Outs und andere Formen von Zertifikatinvestitionen zunehmend in die Kritik, da das Risiko durch das Hebeln des Kapitaleinsatzes nicht so offensichtlich ist und sich eine gewisse Glücksspielatmosphäre einstellt, wenn Anleger auf sinkende oder steigende Kurse im wahrsten Sinne des Wortes wetten. 

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