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Wichtig für Eigentümer und Vermieter: Ab Mai neue Energie-Regeln für Immobilien

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Eigentümer und Vermieter  

Ab Mai neue Energie-Regeln für Immobilien

05.05.2014, 09:49 Uhr | AFP

Wichtig für Eigentümer und Vermieter: Ab Mai neue Energie-Regeln für Immobilien. Thermogramm eines Wohnhauses: Neue Regeln rund um den Energieausweis ab Mai 2014 (Quelle: dpa)

Thermogramm eines Wohnhauses- neue Energie-Regeln kommen (Quelle: dpa)

Hausbesitzer müssen seit dem 1. Mai neue Regeln beachten. Die neue Fassung der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) ist in Kraft, mit der die Bundesregierung die Energieeffizienz von Eigenheimen erhöhen will. Käufer und Mieter einer Immobilie sollen nun direkt erkennen können, wie es etwa um die Heizungsanlage und Dämmung des neuen Heims bestellt ist, ein Energieausweis wird benötigt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was muss ich beachten, wenn ich eine Immobilie verkaufen oder vermieten will?

Ab dem 1. Mai müssen Angebotsanzeigen für Wohnungen oder Wohnhäuser zusätzliche Angaben zu energetischen Eigenschaften enthalten. Wer für seine Immobilie eine Anzeige im Internet oder in einer Tageszeitung schaltet, muss dort Informationen zur Art des Energieausweises geben und dessen wesentliche Angaben nennen.

Mitgeteilt werden muss unter anderem, mit welchem Energieträger, zum Beispiel Öl oder Gas, die Heizung betrieben wird. Neu ausgestellte Energieausweise ordnen die Immobilie einer Energieeffizienzklasse von A+ bis H zu, ähnlich der Klassifizierung von Elektrogeräten wie Kühlschränken. Auch diese Angabe gehört ab Mai in die Anzeige. Fehlen die vorgeschriebenen Informationen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

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Was ist, wenn ich noch keinen neuen Energieausweis besitze?

Bei alten Ausweisen, die noch keine Effizienzklasse enthalten, ist deren Angabe freiwillig. Bereits vorhandene Energieausweise können laut Eigentümerverband Haus & Grund grundsätzlich bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit weiter verwendet werden. Im Falle eines Verkaufs oder einer Neuvermietung muss der Ausweis aber nun Interessenten spätestens bei einem Besichtigungstermin unaufgefordert vorgelegt werden.

Im Falle eines Vertragsabschlusses muss dem neuen Besitzer oder Mieter zudem ein Exemplar oder eine Kopie ausgehändigt werden.

Wo bekomme ich einen neuen Energieausweis?

Einen einfachen Ausweis können meist die jeweiligen Energieversorger oder Mess-Unternehmen erstellen. Eine Ausnahme gibt es für Häuser mit weniger als fünf Wohnungen, die vor dem 1. November 1977 gebaut wurden. Hier wird ein so genannter Energiebedarfsausweis benötigt. Dessen Ausstellung ist deutlich aufwändiger und auch teurer.

Während der einfache Ausweis den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre dokumentiert, wird für einen Bedarfsausweis ein detailliertes Energieprofil des Gebäudes erstellt. Einen solchen Bedarfsausweis dürfen "baubezogene Berufe" ausstellen, etwa Ingenieure oder Architekten. Darüber hinaus sind auch Handwerksmeister aus dem Bauhandwerk, Heizungsbau oder der Schornsteinfeger-Branche sowie registrierte Energieberater zur Ausstellung berechtigt.

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Was passiert, wenn ich keinen neuen Ausweis ausstellen lasse?

Wer als Eigentümer keinen gültigen Energieausweis besitzt oder seiner Pflicht zur Vorlage bei Verkauf oder Neuvermietung nicht nachkommt, dem droht ebenfalls ein Bußgeld. Die Bundesländer können Energieausweise stichprobenartig kontrollieren.

Was ändert sich für Hausbesitzer mit alten Heizkesseln?

Eigentümer von Wohnhäusern sind dazu verpflichtet, alte Öl- oder Gasheizkessel auszutauschen. Ab dem 1. Januar 2015 gilt, dass die Kessel raus müssen, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Für die Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern greift die Pflicht aber nur, wenn das Haus 2002 oder später bezogen wurde.

Worauf muss ich achten, wenn ich künftig ein Haus bauen möchte?

Heizungen und Warmwasserbereitung von Neubauten müssen ab 2016 deutlich sparsamer arbeiten. Der maximal zulässige Energiebedarf verringert sich gegenüber der alten Energieeinsparverordnung von 2009 um 25 Prozent. Außerdem erhöhen sich die Anforderungen bei der Wärmedämmung der Außenwände um durchschnittlich 20 Prozent.

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