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Einkommen in Deutschland: Hälfte teilt sich 1% des Nettovermögens

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Kluft zwischen Arm und Reich  

Hälfte der Deutschen teilt sich ein Prozent des Nettovermögens

25.01.2016, 16:57 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

Einkommen in Deutschland: Hälfte teilt sich 1% des Nettovermögens. Auch in Deutschland sind die Vermögen stark ungleich verteilt. Viele Menschen besitzen praktisch nichts. (Quelle: dpa)

Auch in Deutschland sind die Vermögen stark ungleich verteilt. Viele Menschen besitzen praktisch nichts. (Quelle: dpa)

Vor zwei Wochen sorgte die Meldung für Aufsehen, dass die 62 reichsten Menschen so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Nun liegen auch Vergleichswerte für Deutschland vor - und die zeigen ebenfalls ein krasses Missverhältnis bei der Vermögensverteilung.

Das Bundessozialministerium veröffentlichte Zahlen aus dem neuen Armuts- und Reichtumsbericht. Demnach verfügten die reichsten zehn Prozent der Haushalte 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens. Im Jahr 1998 waren es noch 45,1 Prozent gewesen.

Die unteren 50 Prozent der Haushalte besaßen demnach nur noch ein Prozent, im Vergleich zu 2,9 Prozent 15 Jahre zuvor. Die Ungleichverteilung der Vermögen hat sich demnach verstärkt.

Laut Ministerium umfassen die Vermögen im engeren Sinn verzinsliche Geldanlagen wie Spar- oder Bausparguthaben, Wertpapiere, Termingeld, angesammeltes Kapital in Lebensversicherungen und Immobilien. Abgezogen werden Bau- und Konsumschulden. Im weiteren Sinn gehören auch Betriebs- und Sachvermögen dazu, etwa wertvolle Münzsammlungen oder Kunst, deren Höhe sich aber nur schätzen lässt. Die Höhe des Einkommens spielt keine Rolle.

Die Berechnung der Ungleichheit

Die Vermögensungleichheit wird mit dem sogenannten Gini-Koeffizienten berechnet, der nach dem italienischen Statistiker Corrado Gini benannt ist. Der Koeffizient kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen. Bei 0 ist das Vermögen perfekt gleichmäßig verteilt, bei 1 besitzt eine Person alles und alle anderen nichts.

Auf Deutschland bezogen weist das Sozialministerium für 1998 einen Gini-Koeffizienten von 0,69 aus, für 2013 von 0,74 - jeweils auf Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die alle fünf Jahre erhoben wird.

Bei einer zweiten Berechnung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), das Vermögen etwas breiter definiert und jährlich Zahlen liefert, ergeben sich leicht abweichende Werte. Demnach hätte die Ungleichverteilung zuletzt abgenommen, allerdings nur minimal von 0,75 (2003) auf 0,74 (2013).

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