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Machtkampf bei Spaniens Protestpartei: Iglesias bleibt Podemos-Chef

12.02.2017, 17:47 Uhr | dpa-AFX

MADRID (dpa-AFX) - Der junge Politologe Pablo Iglesias bleibt Chef der von internen Streitigkeiten erschütterten spanischen Protestpartei Podemos (Wir können). Der Gründer der Linksformation wurde von den Parteimitgliedern online mit rund 89 Prozent der Stimmen im Amt des Generalsekretärs bestätigt, wie am Sonntag auf dem Parteitag von Podemos in Madrid mitgeteilt wurde. In einem seit Wochen anhaltenden Machtkampf setzte sich der 38-Jährige somit gegen die "Nummer zwei", Podemos-Fraktionssprecher Iñigo Errejón (33), klar durch.

Nach seinem Wahlsieg versprach Iglesias in einer versöhnlichen Rede "Einheit und Bescheidenheit". Man wolle hart arbeiten, um bald die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy von der Macht zu verdrängen und die Sozial- und Menschenrechte "vor dem Faschismus zu verteidigen, der Europa erreicht". Ein großer Teil der gut 8000 Teilnehmer des Parteitags hatte auf der zweitägigen Versammlung immer wieder "Einheit, Einheit" gerufen.

Medien und Beobachter hatten angesichts der öffentlich und zum Teil sehr heftig ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten von einer drohenden Spaltung der drittstärksten Fraktion im spanischen Parlament gesprochen. Während Iglesias für einen klassischen harten Linkskurs und gegen eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten (PSOE) eintritt, hatte sich Errejón dafür ausgesprochen, dass die im März 2014 aus der "Bewegung der Empörten" hervorgegangene Partei weiter Menschen verschiedener Ideologien eine politische Heimat bietet.

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Nach ersten Analysen von Beobachtern könnte der klare Wahlsieg von Iglesias die Partei vor der Spaltung bewahren. Die Basis habe ja mit überwältigender Mehrheit den Kurs des Generalsekretärs gutgeheißen und zudem klar und laut Einheit gefordert, hieß es.

Die rund 460 000 Mitglieder durften zwischen dem 4. und dem 11. Februar auf der Podemos-Homepage abstimmen. Iglesias hatte für den Fall einer Pleite seinen Rücktritt angekündigt. Er setzte sich nun nicht nur bei der Generalsekretärswahl durch. 37 Bewerber seiner Liste wurden in den 62-köpfigen Parteivorstand gewählt. Errejón kam nur auf Platz 23.

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