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Wirtschaft: Trump-Unsicherheit belastet ZEW-Konjunkturerwartungen

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Wirtschaft  

Trump-Unsicherheit belastet ZEW-Konjunkturerwartungen

14.02.2017, 12:10 Uhr | dpa-AFX

MANNHEIM (dpa-AFX) - Die gestiegene politische Unsicherheit hat die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten belastet. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sei im Februar um 6,2 Punkte auf 10,4 Zähler gefallen, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 15,0 Punkte gerechnet.

"Der Rückgang der Erwartungen ist wohl eine Reaktion auf die ungünstigen neuen Zahlen für Industrieproduktion, Einzelhandel und Exporte", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Belasten dürften aber auch die politischen Unsicherheiten. Er verweist auf den Brexit, die künftige US-Wirtschaftspolitik und auf die zahlreichen Wahlen in Europa. "Gleichwohl hat sich das wirtschaftliche Umfeld Deutschlands nicht signifikant verschlechtert", schreibt Wambach.

"Die ZEW-Konjunkturerwartungen schicken am Valentinstag keine Liebesgrüße an die deutsche Konjunktur", kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom bei der VP Bank. "Die verbalen Geschütze, die Donald Trump gegenüber seinen Handelspartnern auffährt, zeigen also durchaus Wirkung." Für die deutsche Wirtschaft bleibe aber vorerst die Binnenwirtschaft ein wichtiger Treiber. Kurzfristig bestehe daher für die deutsche Konjunktur keine Gefahr. "Donald Trump stellt eher ein mittelfristiges Risiko dar - wenn überhaupt, denn bekanntlich wird es weniger heiß gegessen, wie es gekocht wird", schreibt Gitzel.

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Tatsächlich hat sich die Beurteilung der aktuellen Lage vergleichsweise wenig eingetrübt. Der Indexstand für die aktuelle Lage fiel um 0,9 Punkte auf 76,4 Punkte. Hier war ein Rückgang auf 77,0 Punkte prognostiziert worden. Der Indikator hatte im Januar mit 77,3 Punkten den höchsten Stand seit über fünf Jahren erreicht.

In der Eurozone insgesamt verschlechterten sich die Konjunkturerwartungen ähnlich stark wie in Deutschland. Der entsprechende Indikator fiel um 6,1 Prozent auf 17,1 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbesserte sich im Währungsraum hingegen um 3,2 Punkte auf 2,8 Punkte. Er ist damit zum ersten Mail seit Juli 2011 wieder im positiven Bereich.

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