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Aldi erhöht erneut die Butter-Preise auf historisches Hoch

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Aldi erhöht die Preise  

Butter wird drastisch teurer

05.09.2017, 13:18 Uhr | AFP, dpa-AFX

Die Butterpreise bei Aldi Nord und Süd sind deutlich gestiegen. (Screenshot: Imago)
Discounter erhöhen Butterpreise

Die Butterpreise bei Aldi Nord und Süd sind deutlich gestiegen.

Die Butterpreise bei Aldi Nord und Süd sind deutlich gestiegen. (Quelle: t-online.de)


Laut Medienbericht kostet bei Aldi Nord und Aldi Süd ein Päckchen Deutsche Markenbutter seit Monatsanfang 1,99 Euro. Das sei nach Angaben von Aldi Süd der höchste Preis seit der Einführung des Euro im Jahr 2002.

Zuletzt hatten die Discounter die Preise demnach im Juli um 30 Cent angehoben. Im Mai kostete Butter noch 1,29 Euro. Als Ursache für die jüngste Preissteigerung gab Aldi Süd gegenüber der "Bild"-Zeitung gestiegene Preise im Einkauf, insbesondere für Fett, an. Da andere Supermärkte dem Bericht zufolge den Vorgaben von Aldi in der Regel folgen, sei nun auf breiter Front mit steigenden Butterpreisen zu rechnen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hatte im Juli als Grund für die steigenden Butterpreise die höhere Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland angegeben. Zudem nannte er ein verbessertes Verbraucherimage von Butter sowie die höhere Käseproduktion als Grund, für die der Rahm der Milch gebraucht wird.

Auch Preise für Schweinefleisch steigen

Auch für Schweinefleisch müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Die Preise seien im August 2017 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen, sagte Thomas Els von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn. Schweinefleisch sei nach wie vor die am meisten konsumierte Fleischsorte in Deutschland. 60 Prozent – das sind 600.000 Tonnen – der nachgefragten Rohfleischmenge komme vom Schwein, mehr als Hähnchenfleisch und Rindfleisch zusammen. Im Schnitt koste ein Kilo Schweinekotelett 5,58 Euro, und ein Kilo Filet 10,28 Euro.

Über die gestiegenen Preise freuen sich vor allem die Schweinehalter: Schon seit einigen Wochen liege der Kilopreis bei etwa 1,70 Euro, sagt Matthias Quaing, Marktexperte der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Sitz in Damme (Kreis Vechta). "Mehr oder weniger seit den gesamten Sommerferien haben wir einen stabilen Preis gehabt", sagt Quaing.

Ein kostendeckender Preis liege bei etwa 1,60 Euro pro Kilo. Aber nach wie vor spürten die Betriebe die Krisenjahre 2014 und 2015, mit Durchschnittspreisen um die 1,38 Euro. Bei den meisten Betrieben müssten erst die Löcher aus dieser Absatzkrise gestopft werden.

Vor allem die Nachfrage aus dem Export habe zu einem guten Preisniveau geführt, sagt Quaing. "Was im ersten Halbjahr 2017 die Preise nach oben gezogen hat, war die gute Nachfrage aus China", sagt Quaing. Die Nachfrage nach Schweinefleisch im Inland sei rückläufig.

Bio-Produkte zunehmend begehrt

Begehrter bei den Verbraucher sind zurzeit Produkten aus ökologisch kontrolliertem Anbau. Die Gesamtausgaben für Bio-Lebensmittel hat sich, laut Berechnung des Marktforschers GfK, binnen zehn Jahren nahezu verdoppelt.  Entfielen 2007 noch 2,9 Prozent der Aufwendungen auf Bio-Ware, waren es in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 schon 5,7 Prozent. Zudem kauften 98 Prozent aller Haushalte aktuell mindestens ein Bioprodukt im Jahr.

Und es gibt immer mehr Bio-Käufer: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 ist ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen. Fast zwei Drittel des Umsatzes mit Bio-Ware geht laut GfK-Erhebung inzwischen in herkömmlichen Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten über den Ladentisch. Der Biofachhandel hat in den vergangenen zwei Jahren zwar Marktanteile eingebüßt. Allerdings erzielte auch dieses Handelssegment seit 2015 ein Umsatzwachstum, wenngleich es angesichts der wachsenden Konkurrenz geringer ausgefallen ist.

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