Sie sind hier: Home > Finanzen >

Verbraucher: Psychische Belastungen können als Arbeitsunfall gelten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Verbraucher  

Psychische Belastungen können als Arbeitsunfall gelten

06.12.2017, 09:16 Uhr | dpa

Verbraucher: Psychische Belastungen können als Arbeitsunfall gelten. Psychische Belastung auf der Arbeit kann als Arbeitsunfall gelten, das entschied das Hessische Landessozialgericht.

Psychische Belastung auf der Arbeit kann als Arbeitsunfall gelten, das entschied das Hessische Landessozialgericht. Foto: Marijan Murat/dpa. (Quelle: dpa)

Darmstadt (dpa/tmn) - Arbeitsunfälle müssen nicht immer physischer Natur sein. Auch psychische Belastungen, die im Zusammenhang mit der Arbeit auftreten, können als Arbeitsunfall gelten.

Es kommt allerdings immer auf den Einzelfall an, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Gibt es aber einen klar erkennbaren Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit, muss die gesetzliche Unfallversicherung leisten, wie eine Entscheidung des Hessischen Landessozialgerichts zeigt (Az.: L 3 U 70/14).

Der Fall: Eine Mitarbeiterin des Service-Points am Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen hatte einen liegengebliebenen Rucksack von der Bahnsteigaufsicht entgegengenommen. Den Inhalt protokollierte sie im Beisein eines Kollegen. Später stellten Beamte der Bundespolizei fest, dass Geld, Schmuck und eine Festplatte aus der Fundsache fehlten. Sie nahmen die Frau mit auf das Polizeirevier, wo sie nackt einer Leibesvisitation unterzogen wurde. Ohne Ergebnis.

DER RENTENSCHÄTZER
Villa oder Senioren-WG?
Der Rentenschätzer

Schätzen Sie doch mal Ihre zukünftige monatliche Rente!

Aufgrund dieser Maßnahme erkrankte die Frau psychisch. Die Unfallversicherung lehnte eine Anerkennung als Arbeitsunfall aber ab. Es habe sich bei der polizeilichen Kontrolle um eine private Verrichtung gehandelt, die den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz unterbrochen habe, so die Begründung.

Das Urteil: Das Landessozialgericht sah das anders und verurteilte die Unfallversicherung zur Anerkennung als Arbeitsunfall. Auslöser und Ursache der polizeilichen Maßnahmen sei allein die berufliche Tätigkeit der Mitarbeiterin gewesen. Die Leibesvisitation erfolgte auch nicht wegen einer privaten Tätigkeit. Die Frau habe ordnungsgemäß ihre Arbeit verrichtet. Die ungerechtfertigten Maßnahmen hätten bei der Frau unmittelbar zu Gefühlen des Ausgeliefertseins, der Hilflosigkeit und Ohnmacht geführt, so dass die Frau erkrankte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
NIVEA Duftkerze für perfekte Wohlfühlmomente
ideal auch als Geschenk - jetzt auf NIVEA.de
Shopping
Jetzt portofrei Weihnachts- geschenke bestellen!
schnell zu JAKO-O.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017