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Share Economy: Mieten ist das neue Haben

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Share Economy  

Mieten ist das neue Haben – Gewinnorientierte Gemeinschaftsökonomie

28.02.2018, 08:50 Uhr | sm, dpa

Share Economy: Mieten ist das neue Haben. Mann mit Handy: Fast 40 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr Angebote der sogenannten Share Economy genutzt, bei der Mieten oder Teilen das Kaufen ersetzt. (Quelle: Getty Images/Tero Vesalainen)

Mann mit Handy: Fast 40 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr Angebote der sogenannten Share Economy genutzt, bei der Mieten oder Teilen das Kaufen ersetzt. (Quelle: Tero Vesalainen/Getty Images)

Das Prinzip Teilen statt Kaufen ist nicht neu. Doch mit dem Internet erlebt der Gemeinschaftskonsum eine neue, öffentliche und gewinnorientierte Dimension. Die neue Devise: Mieten statt Kaufen.

Was früher zumeist im privaten Raum gemeinnützig organisiert wurde, findet heutzutage öffentlich und privatwirtschaftlich organisiert statt. Der Gewinn steht nunmehr im Fokus der Geschäftsmodelle. Und das zieht viele Deutsche an: Ob Car2Go, Spotify oder AirBnB, fast 40 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr Angebote der sogenannten Share Economy genutzt. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung PwC hervor.

Für 2018 rechnen die Experten mit einer weiter steigenden Nachfrage. Die Share Economy habe das "Potenzial, in vielen Bereichen Eigentum durch zeitweise Nutzung von Produkten und Services zu ersetzen", betont PwC-Experte Nikolas Beutin. Auch in Deutschland sei das Teilen von Unterkünften, Musik, Autos, Maschinen und Dienstleistungen bereits zu einem unverzichtbaren Teil des digitalen Lebensstils vieler Menschen geworden. PwC schätzt den Umsatz damit allein in Deutschland auf weit über 20 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr könnte er Beutin zufolge rund 24 Milliarden Euro erreichen.

Nahezu kostenfrei Streamen oder Übernachten

PwC befragte für seine Studie in Deutschland 2.000 Personen. Am häufigsten genutzt wurden der Umfrage zufolge Mietangebote im Medien- und Unterhaltungsbereich – etwa in Form von Streaming-Diensten wie Spotify oder Soundcloud. Beliebt sind aber auch Übernachtungs- und Wohnangebote wie CouchSurfing oder AirBnB und Mobilitätsangebote wie Uber, Car2Go oder Fahrradmietangebote. Dabei geht der Trend laut PwC aber immer mehr hin zu professionellen Anbietern.

Share Economy – die Philosophie der Jungen und Gebildeten

Genutzt werden die Angebote der Share Economy der Umfrage zufolge vor allem von Verbrauchern mit höherem Bildungsniveau im Alter zwischen 18 und 39 Jahren. Der Hauptvorteil liegt in ihren Augen in einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu herkömmlichen Angeboten. Doch auch der Umweltschutz durch die Ressourcenschonung spielt eine wichtige Rolle. Sorgen bereiten allerdings vielen Verbrauchern Unklarheiten bezüglich der Haftung bei Schäden und anderen Problemen sowie mögliche Qualitätsmängel.

Teilen statt Kaufen für den Profit

Zunehmend wird aber auch Kritik an einigen Modellen der Share Economy laut. Zwar ist das Bereitstellen von Mobilität – unter anderem durch Autos und Fahrräder – eine wichtige Möglichkeit, Ressourcen zu sparen. Bei vielen Anbietern steht in der Regel jedoch der monitäre Gewinn sowie die Erstellung von Bewegungsprofilen im Vordergrund.

Eine weitere Schattenseite der Share Economy zeigt sich in den Metropolen der Welt: steigende Mietpreise aufgrund der Wohnraumverknappung durch private Wohnungsvermittler. Zugleich spielen Mindestlöhne, soziale oder rechtliche Standards für viele Anbieter der Share Economy eine untergeordnete Rolle.

Seit einiger Zeit wehren sich auch Musiker, Schauspieler, Dramaturgen und andere Künstler gegen die freie Verfügung ihrer Musik oder Filme im Internet und ziehen diese aus Angeboten wie Spotify oder Amazon Prime zurück.

Gemeinschaftsökonomie -– Zurück in die Zukunft?

Aber es gibt sie auch weiterhin, die nicht gewinnorientierten Modelle der Gemeinschaftsökonomie. So zum Beispiel das Foodsharing, bei dem Menschen ihre nicht verbrauchten Lebensmittel über eine Internetplattform zur Abholung anbieten. Oder der Kleiderkreisel, wo gebrauchte Kleidung getauscht oder günstig erworben werden kann. Auch das reine Tauschen oder auch Verschenken von Büchern, CDs oder Videos im öffentlichen Raum erlebt gerade eine Renaissance.
 

Verwendete Quellen:
  • dpa

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