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Immobilien in Spanien: Banken verhökern Mallorca

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Immobilienkrise  

Spanien: Banken verhökern ihre Immobilien

08.11.2010, 09:20 Uhr | mash, t-online.de

Spaniens Banken und Sparkassen verschachern ihre Immobilien: Auf des Deutschen liebster Urlaubsinsel Mallorca bieten die Institute Wohnungen mit bis zu 60 Prozent Rabatt an. Obendrauf locken die Bankhäuser potenzielle Käufer mit Finanzierungserleichterungen oder der teilweisen Übernahme von Kosten, die durch den Kauf entstehen. Das berichtete die spanische Zeitung "Ultima Hora". Der Grund: Sparkassen wie "La Caixa" haben nach dem Platzen der spanischen Immobilienblase hohe Immobilienbestände im Portfolio, die sie offenbar unbedingt loswerden wollen.

Malle-Immobilien zum Schleuderpreis

Die Zeitung berichtete, dass zum Beispiel die spanische Sparkasse "La Caixa" ihren Kunden mehr als 100 Wohnungen auf den Balearen anbietet. Die Preise für eine Immobilie in Palma pendelten zwischen 53.000 Euro für eine Wohnung in El Arenal bis hin zu 1,6 Millionen Euro für ein Luxus-Chalet im Edelviertel Son Vida. Dazu übernehmen viele Banken obendrauf einen Teil der Kosten, die für die Umschreibung der Wohnungen anfallen. Außerdem bieten die Geldhäuser Fremdfinanzierungen von bis zu 100 Prozent an. Die Institute weisen zudem vermehrt darauf hin, dass der Staat ab Januar 2011 die Steuergesetze verschärft: Käufer einer Wohnung können diese ab Januar 2011 nur noch absetzen, wenn sie ein Jahreseinkommen unter 24.107 Euro haben.

Immobilienmakler vor Ort widersprechen

Die "Bild"-Zeitung titelte bereits: "Malle wird verramscht". Claudia Dubois, Pressesprecherin von Engel & Völkers Mallorca, teilt diese Einschätzung hingegen überhaupt nicht. "Alles 60 Prozent billiger: Das stimmt so einfach nicht, das ist ein völlig falscher Ansatz. Auf Mallorca konsolidierte sich der Markt nach dem Beginn der Wirtschaftskrise 2008/2009 im Gegensatz zum spanischen Festland relativ schnell", sagte sie im Gespräch mit t-online.de Es habe in den letzten 1,5 Jahren eine Marktpreisbereinigung stattgefunden, überteuerte Immobilien hätten eine realistische Marktanpassung erfahren. Im Schnitt seien die Preise auf der Ferieninsel in dieser Zeit um 15 bis 18 Prozent zurückgegangen.

Dieses Jahr sei der Markt hingegen so gefestigt, dass die Immobilienmakler hier und da sogar Preissteigerungen wahrnehmen. Im Südwesten der Insel liege der aktuelle Durchschnittspreis der verkauften Immobilien nach wie vor bei rund einer Million Euro - also kein Schnäppchen. "Dieser Durchschnittspreis wurde bereits 2007, vor Beginn der Krise, errechnet", weiß Dubois.

Banken sitzt strengere Regulierung im Nacken

Fakt ist: Seit dem Platzen der Immobilienblase und dem Beginn der Wirtschaftskrise konnten viele Bauträger und auch Privatpersonen ihre Kredite nicht mehr bezahlen. Die Gebäude und Wohnungen gingen auf die Banken über - nun sitzen die spanischen Banken auf hohen Immobilienbeständen, die sie offensichtlich so schnell wie möglich loswerden möchten.

Denn die spanische Notenbank zieht die Zügel an: sie verlangt höhere Rücklagen für die Immobilienportfolios der Finanzhäuser. Ist eine Immobilie nach einem Jahr noch nicht verkauft, muss die Bank zusätzliche Rückstellungen in Höhe von zehn Prozent des Immobilien-Wertes aufbringen. Zudem müssen die Institute Immobilienkredite, die nicht mehr bedient werden, binnen eines Jahres wertberichtigen. Darüber hinaus ist eine Immobilie ein unproduktiver Aktivposten im Portfolio einer Bank. Ist ein Haus oder eine Wohnung aber erst verkauft, verdient das Geldhaus wieder - an den Hypothekenkrediten, die der neue Käufer hoffentlich besser begleichen kann als sein Vorgänger.

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