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Sozialbau oder Mittelklasse - welche Wohnungen braucht das Land?

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Sozialbau oder Wohnungen für die Mittelschicht - was braucht das Land?

17.06.2013, 18:16 Uhr | dpa, t-online.de

Sozialbau oder Mittelklasse - welche Wohnungen braucht das Land?. In Deutschland werden immer weniger Sozialwohnungen gebaut (Quelle: dpa)

In Deutschland werden immer weniger Sozialwohnungen gebaut (Quelle: dpa)

Ein normaler Verdienst reicht für eine normale Wohnung? In München, Hamburg oder Frankfurt ist das längst nicht mehr die Regel, warnt die Wohnungswirtschaft. Immer mehr Bewerber gibt es daher um Plätze im sozialen Wohnungsbau, der wiederum weit unter Bedarf wächst. Wie Wohnen wieder bezahlbar werden könnte. Experten zeigen mögliche Lösungsansätze auf.

Branche: Baukosten von Wohnungen rennen davon

"Sie können nicht mehr so bauen, dass sich die Menschen eine Neubauwohnung leisten können", beklagt der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko. Neue Wohnungen entstehen seit Jahren vor allem im Luxussegment. Neubau mit mittleren und niedrigen Mieten für die Krankenschwester oder den Rentner lohnten sich nicht mehr, seit die Baukosten der Inflation davongerannt seien, sagte Gedaschko. Verantwortlich für den Kostenanstieg sind laut Immobilienbranche unter anderem die immer strengeren Auflagen zum Energieverbrauch.

Zusätzlich werden dort, wo mittlere Mieten selten sind, jetzt auch noch die Sozialwohnungen knapp. Von den im Jahr 2002 noch 2,5 Millionen Wohnungen mit gedeckelten Mieten ist ein Jahrzehnt später fast eine Million verschwunden. Die Preisbindung des sozialen Wohnungsbaus aus der Nachkriegszeit läuft aus. Allein um den Status quo zu halten, müssten jährlich zwischen 60.000 und 100.000 solcher Wohnungen entstehen. Über alle Preisklassen hinweg rechnet der GdW in diesem Jahr aber nur mit 213.000 neuen Wohnungen, darunter sind auch noch Eigentumswohnungen.

"Lübecker Modell" als Alternative

Der Neubau von Wohnungen mit Preisbindung kostete den Staat nur unnötig Geld, meint dagegen Phong Thao Trinh vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. "Wir brauchen weniger Sozialwohnungen als normale Wohnungen." Dafür müssten die Kommunen ihre Grundstücke allerdings günstiger abgegeben.

Die staatliche Förderung reiche für den Neubau von Sozialwohnungen einfach nicht aus, sagt auch GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser. "Aber es muss ja nicht immer Neubau sein." Esser wirbt für das Lübecker Modell, bei dem Unternehmen dafür gefördert werden, dass sie normale Wohnungen bauen - und im Gegenzug in ihrem Bestand andere Wohnungen besonders günstig anbieten.

Der Mieterbund ist skeptisch

Die Förderung von Wohnungen im mittleren Mietensegment würde gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, meint die Wohnungswirtschaft. "Dann suchen Menschen am oberen Ende des unteren Einkommenssegments nicht mehr in den günstigsten Beständen und machen solche Wohnungen frei." Mehr Förderung für Neubau im mittleren Preissegment entlaste automatisch den Wohnungsmarkt für Arme.

Mietervertreter jedoch sind skeptisch: Wenn ein Unternehmen günstiger bauen könne, heiße das nicht, dass es auch günstige Mieten verlange, gibt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund zu bedenken. "Ich bin skeptisch, ob Unternehmen es auf den Markt weitergeben würden, wenn es gelänge, die Baupreise um zehn Prozent zu reduzieren."

Mietervertreter verlangt Deckelung der Mieten

Wie sorgt man außerdem dafür, dass die freiwerdende günstige Wohnung auch so preiswert bleibt? "Das geht nur, wenn man den unbegrenzten Anstieg der Wiedervermietungs-Mieten bremst", sagt Ropertz. Andernfalls gäben Leute ihre günstigen Wohnungen für solche im mittleren Preissegment auf - und die Bedürftigen könnten die freiwerdenden Wohnungen trotzdem nicht bezahlen. Gegen Mietpreisbremsen aber sträuben sich die Wohnungsunternehmen vehement.

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