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Kosten für Wohnraum steigen in Deutschland stark an

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Großstädte besonders betroffen  

Wohnkosten steigen in Deutschland stark

28.05.2017, 11:16 Uhr | Wal, dpa, AFP

Kosten für Wohnraum steigen in Deutschland stark an. Wohnraum verteuert sich laut einer neuen Studie weiter rasant und wird besonders für einkommensschwache Haushalte zu einem immer größeren Problem. (Symbolbild) (Quelle: dpa/Roland Holschneider)

Wohnraum verteuert sich laut einer neuen Studie weiter rasant und wird besonders für einkommensschwache Haushalte zu einem immer größeren Problem. (Symbolbild) (Quelle: Roland Holschneider/dpa)

Ob für Mieter oder Eigentümer - Wohnraum wird immer teurer. Das Einkommen vieler Haushalte konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Die vor rund zwei Jahren eingeführte Mietpreisbremse ist laut einer Studie in vielen Fällen wirkungslos.

Eine Analyse des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken, nennt für die vergangenen zehn Jahre einen durchschnittlichen Preisanstieg um mehr als die Hälfte in München, Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und Stuttgart. Dagegen hätten die verfügbaren Haushaltseinkommen im selben Zeitraum nur um etwa sechs Prozent zugelegt. Es gebe "zum Teil deutliche Preisübertreibungen in einzelnen Stadtvierteln".

Die Nachfrage nach Immobilien in den Ballungsräumen zieht seit längerem an. Einerseits sind wegen der niedrigen Zinsen Kredite für die eigenen vier Wände billig geworden, was der Bauwirtschaft einen Boom verschafft hat.

Andererseits wird das Angebot an Wohnraum in zentralen Lagen immer knapper. Der Bundesbank macht dies Sorge: Die Preise seien 2016 "spürbar" und stärker als im Vorjahr gestiegen, schrieb sie Ende Februar. Auch Wohnungsmieten nähmen vielerorts zu.

Problem besonders für arme Haushalte

Laut dem Statistischen Bundesamt gaben die privaten Haushalte in Deutschland schon 2015 ein Drittel ihrer Konsumausgaben für das Wohnen aus. Nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI müssen sich die Bürger in den kommenden Jahren zugleich auf geringere Reallohnzuwächse einstellen - auch wegen der wieder etwas anziehenden Inflation, wie die Wissenschaftler im März erklärten.

Hohe Wohnkosten treffen auch Studenten, ihre Mietsteigerungen liegen dem Institut der deutschen Wirtschaft zufolge oft weit über der allgemeinen Teuerung. Zum Schutz führte die Bundesregierung zur Begrenzung von Mietpreisen vor zwei Jahren die sogenannte Mietpreisbremse ein. Sie deckelt die Kosten bei Wiedervermietungen auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete plus zehn Prozent. Sie gilt nur in Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt".

Nach der Untersuchung des Vereins Miettest, verstoßen jedoch schätzungsweise vier von zehn neuen Mietverträgen gegen das Gesetz. Danach zahlt jeder Mieter durchschnittlich im Jahr rund 1700 Euro mehr als er müsste.

Grüne kritisieren Mietpreisbremse als "löchriges Gesetz"

Der Verein überprüfte Wohnungsannoncen aus Berlin, Stuttgart und Hamburg und rechnete die Ergebnisse auf das Bundesgebiet hoch. Nach dieser Schätzung zahlen die Mieter im ganzen Land 310 Millionen Euro zu viel. Am Schlimmsten sei die Lage in Berlin, wo Mieter im Schnitt pro Jahr 1800 Euro zu viel überwiesen.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sagte der Zeitung: "SPD und Union tragen die Verantwortung für die unnötigen Mehrkosten der Mieter. Für den immer härteren Wohnungsmarkt in Deutschland ist ein derart löchriges Gesetz absolut unverantwortlich." Die Grünen fordern unter anderem eine Auskunftspflicht des Vermieters über die bisherige Miete, damit Verstöße leichter nachweisbar sind.

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