Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien >

Reizthema Wohnen – Was wollen die Parteien?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Stetig steigende Mieten  

Mietpreisbremse, sozialer Wohnungsbau und Co. – Was planen die Parteien?

23.08.2017, 16:58 Uhr | dpa, t-online.de

Reizthema Wohnen – Was wollen die Parteien?. Mietpreisbremse, sozialer Wohnungsbau und Co. – Was planen die Parteien? (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Wohnungsmangel und rasant steigende Mieten in Ballungsräumen und Uni-Städten: Im Wahlkampf ein wichtiges Thema. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Hohe Mieten liegen ganz weit vorn bei den Smalltalk-Themen in den deutschen Städten. Was planen die Parteien nach der Wahl bei Mietpreisbremse, sozialem Wohnungsbau und Auflagen für Häuslebauer?

Jahrelang passierte in der Wohnungspolitik nicht viel. Rasant steigende Mieten in Ballungsräumen und Uni-Städten haben sie nun zum wichtigen Wahlkampfthema gemacht. Der Haken daran: Fürs Bauen sind hauptsächlich Länder und Kommunen zuständig. Das hält die Parteien aber nicht von ehrgeizigen Plänen ab.

Mietpreisbremse: Wie geht es mit ihr weiter?

CDU/CSU: Die von der Großen Koalition eingeführte Mietpreisbremse soll bleiben. Damit soll verhindert werden, dass Mieten in stark nachgefragten Gebieten weiter steigen. 

SPD: Die SPD will die Mietpreisbremse über eine Auskunftspflicht der Vermieter und mehr Transparenz verbessern. Auch die Mietspiegel sollen verbindlicher und Mieterhöhungen nach einer Modernisierung begrenzt werden.

Bündnis 90/Die Grünen: Auch die Grünen fordern eine "robuste" Bremse ohne "unnötige Ausnahmen" und eine Kappung der Modernisierungsumlage.

Die Linke: Sie plant, Mieterhöhungen komplett zu verbieten, wenn der "Wohnwert" nicht verbessert wird – Vermieter sollen nur noch die Inflation ausgleichen dürfen.

FDP und AfD wollen das Instrument dagegen abschaffen – es bremse Investitionen.

Pläne für den Sozialen Wohnungsbau 

SPD: Die Sozialdemokraten wollen mehr Geld in den Bau von Wohnungen für Menschen mit Berechtigungsschein stecken sowie Bund und Länder wieder gemeinsam dafür zuständig machen. Zudem will die SPD den "gemeinwohlorientierten Sektor auf dem Wohnungsmarkt" stärken.

Die Linke: Sie will fünf Milliarden Euro in den Bau und Ankauf von 250.000 Sozialwohnungen pro Jahr stecken und die Mietbindung zeitlich nicht mehr begrenzen. Zudem soll es eine Art Sozialwohnungsquote für alle Stadtviertel geben.

Bündnis 90/Die Grünen: Die Grünen wollen "eine Million Wohnungen bauen und sozial binden".

FDP: Die Liberalen fordern eine Zweckbindung der bestehenden Bundeszuschüsse für die Länder, damit diese mit dem Geld auch wirklich Wohnungen bauen.

Was soll in Sachen Wohngeld passieren?

CDU/CSU: Die Union schreibt wenig konkret, sie wolle "das System des Wohngelds reformieren und verbessern".

SPD: Die Sozialdemokraten wollen das Wohngeld regelmäßig "anpassen", Bauministerin Barbara Hendricks hat eine Überprüfung alle zwei Jahre vorgeschlagen.

FDP: Die FDP will es jedes Jahr erhöhen.

Die Linke: Sie will zusätzlich zu einem höheren Wohngeld den Heizkostenzuschlag wieder einführen.

Bündnis 90/die Grünen: Die Grünen fordern zusätzlich ein extra Klimawohngeld, damit auch sozial schwächere Mieter sich energieeffiziente Wohnungen leisten können.

Förderung in Form von Familienbaugeld

Die Union will ein Baukindergeld in Höhe von 1200 Euro pro Kind und Jahr, das über zehn Jahre gezahlt wird, wenn Familien bauen oder kaufen. Auch die SPD will ein "sozial gestaffeltes Familienbaugeld".

Weitere Auflagen?

Die Union verspricht, in den kommenden vier Jahren keine Maßnahmen zu beschließen, "die die Schaffung von Wohnraum zusätzlich verteuern". Die AfD fordert die "Beseitigung unnötiger Vorschriften etwa zur Wärmedämmung".

Leerstand und Ferienwohnungen

Die Linke: Sie will eine "hohe Leerstandsabgabe" und ein "Zweckentfremdungsverbot" für Wohnraum. Auf angespannten Wohnungsmärkten sollen Mietwohnungen nicht kommerziell als Ferienwohnungen angeboten werden dürfen.

FDP: Dagegen will die FDP bestehende Regelungen lockern – die eigene Wohnung (etwa über Vermietungsportale) zu vermieten, wenn man nicht zu Hause ist, sei keine professionelle Ferienwohnungsvermietung.

Grunderwerbssteuer 

Die Union will bei der Grunderwerbssteuer Freibeträge für Erwachsene und Kinder einführen, auch die AfD will Grund- und Grunderwerbssteuer senken. Allerdings sind dafür die Bundesländer und Kommunen zuständig. Zudem wollen CDU/CSU und FDP den Neubau von Wohnungen steuerlich fördern. Die FDP will die jährliche Abschreibungsrate für Gebäude von zwei auf drei Prozent erhöhen. Die Grünen planen, Immobilienspekulationen zu bremsen, indem diese "uneingeschränkt" besteuert werden.

Bauland und Grundbesitz

Grundbesitzer, die landwirtschaftliche Flächen für Bauland zur Verfügung stellen, sollen die Einnahmen nach dem Willen der Union steuerbegünstigt in den Mietwohnungsbau investieren können. Den verbilligten Verkauf von Grundstücken des Bundes an Städte und Gemeinden will die Union "erleichtern", bei SPD und Grünen klingt das etwas verbindlicher. Die Sozialdemokraten wollen zudem Spekulationen mit Bauland begrenzen. Nach dem Willen der Linken soll der Bund Bauland nur noch an Kommunen, Länder, Mieterinitiativen und Mietersyndikate verkaufen dürfen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeImmobiliensuche
Traumimmobilie finden

Finden Sie jetzt Traumimmobilien in Ihrer Wunschregion

 

Shopping
NIVEA Duftkerze für perfekte Wohlfühlmomente
ideal auch als Geschenk - jetzt auf NIVEA.de
Shopping
Jetzt portofrei Weihnachts- geschenke bestellen!
schnell zu JAKO-O.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017