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ver.di will acht Prozent mehr Lohn im Öffentlichen Dienst

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Tarifrunde 2008  

ver.di will acht Prozent mehr Lohn im Öffentlichen Dienst

19.12.2007, 14:41 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Ver.di-Chef Frank Bsirske (Foto: dpa)Ver.di-Chef Frank Bsirske (Foto: dpa) Die Konjunktur brummt. Doch am Geldbeutel vieler Arbeitnehmer ist der Aufschwung bislang vorbeigelaufen. Immer mehr Gewerkschaften fordern daher deutliche Lohnsteigerungen. Geht es nach den Wünschen der Gewerkschaft ver.di und des Beamtenbund (dbb) sollen im Öffentlichen Dienst acht Prozent mehr Lohn rausspringen. Eine Forderungen ohne Augenmaß, kritisiert Bundesinnenminister Schäuble.

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Mindestens 200 Euro mehr Gehalt im Monat
Ihre Tarifforderung kündigten der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und Beamtenbund-Chef Peter Heesen in Berlin an. Dabei sollen es mindestens 200 Euro im Monat mehr sein. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Mitte Januar beginnen in Potsdam die Verhandlungen für die rund 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Die Länder sind 2005 aus dem Tarifverbund des Öffentlichen Dienstes ausgeschert und haben 2006 einen eigenen Tarifvertrag geschlossen.

Gewerkschaften erwarten harte Tarifrunde
Heesen betonte, dass ver.di und ddb gemeinsame ihre Forderung vorlegten, sei auch „eine Botschaft“. Es gehe um eine größere Durchsetzungsfähigkeit der Beschäftigten-Interessen im öffentlichen Dienst. Beide Organisationen seien „gewillt, mit aller Macht“ ihre Vorstellungen durchzusetzen. Damit zeichnen sich harte Tarifauseinandersetzungen im kommenden Jahr ab. Nach Heesens Darstellung hat der Öffentliche Dienst in den vergangenen vier Jahren „erhebliche reale Einkommensverluste hinnehmen müssen“. Die letzte lineare Einkommenserhöhung für die Beschäftigten von Bund und Kommunen stamme aus dem Sommer 2004. Für die Jahre 2005 bis 2007 habe es lediglich Einmalzahlungen gegeben.

Gehälter im Öffentlichen Dienst unattraktiv
Laut Angaben von ver.di und des Beamtenbundes dbb würden die Erhöhungen der Einkommen die Kommunen mit 410 Millionen Euro pro Prozentpunkt Gehaltszuwachs belasten, den Bund mit 185 Millionen Euro. Dabei liege der Anteil der Personalkosten bei den Kommunen inzwischen knapp unter 25 Prozent und beim Bund sogar unter zehn Prozent. Die Gewerkschaften rechtfertigen ihre Forderungen auch mit der mangelnden Attraktivität der Gehälter im Öffentlichen Dienst. Viele qualifizierte Arbeitsplätze wie etwa im IT-Bereich könnten aus diesem Grund nicht besetzt werden, argumentierten Bsirske und Heesen.

Schäuble sieht Haushaltskonsolidierung in Gefahr
Bundesinnenminister Schäuble wies unterdessen die Forderungen der Gewerkschaften zurück. Sie ließen "das notwendige Augenmaß vermissen", erklärte Schäuble. Er räumte aber ein, dass - angesichts ihres bisherigen Beitrags für die Haushaltskonsolidierung - Forderungen der Beschäftigten des Bundes "nach Gehaltszuwächsen nicht überraschend" seien. Ein Tarifabschluss müsse aber "die haushaltspolitischen Möglichkeiten" beachten und dürfe das Konsolidierungsziel nicht gefährden. Die Gewerkschaftsforderung sei daher "kein gutes Vorzeichen für die am 10. Januar 2008 beginnende Lohnrunde".

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