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Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 85

25.03.2011, 17:16 Uhr | dpa, dpa, t-online.de

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 85. Ingvar Kamprad vor einer Ikea-Filiale (Foto: Ikea)

Ingvar Kamprad vor einer Ikea-Filiale (Foto: Ikea)

Ingvar Kamprad hat Ikea gegründet und ist selbst zur Legende geworden. Seinen 85. Geburtstag will der schwedische Multimilliardär überhaupt nicht feiern, arbeitet aber auch im hohen Alter weiter an der Spitze der weltberühmten Möbelkette mit.

Ingvar Kamprad: Vermögen angeblich über 20 Milliarden Euro

"Geplant ist nichts. Ingvar mag keine Aufmerksamkeit um seine Person", hört man aus der Ikea-Zentrale auf die Frage, wie der Gründer und Eigner der weltberühmten schwedischen Möbelkette seinen 85. Geburtstag (am 30. März) feiert. Diese Auskunft über Ingvar Kamprad, mit einem Vermögen von über 20 Milliarden Euro einer der reichsten Männer der Welt, ist auch eine Programmerklärung: Der Schwede möchte für alle einfach nur "Ingvar" sein, ein netter, ziemlich kauziger und vor allem sparsamer alter Mann, der ganz in der Idee seines blaugelben Möbelhauses aufgeht.

Ikea beschäftigt weltweit 127.000 Mitarbeiter

Während Ikea Jahr um Jahr in immer gigantischere Dimensionen gewachsen ist - der Umsatz betrug zuletzt 23,1 Milliarden Euro, der Gewinn 2,7 Milliarden Euro bei weltweit 280 Möbelhäusern mit 127.000 Mitarbeitern - inszeniert sich Kamprad selbst lieber in umgekehrter Richtung. Immer wieder erzählt er in Interviews, dass er zweiter Klasse mit der Bahn fährt, geduldig nach kostenfreien Parkplätzen sucht und sich die Haare in seinem Schweizer Domizil Waadtland von Ehefrau Margaretha schneiden lässt. Der Friseur ist zu teuer.

Image angekratzt

Im letzten Jahr allerdings fand Kamprad "Aufmerksamkeit um seine Person" wohl auch deshalb wenig anziehend, weil sie das selbst gewünschte Image kräftig ankratzte. Zuerst veröffentlichte sein langjähriger Ex-Assistent Johan Stenebo ein Insider-Buch, in dem er Kamprad als ziemlich gnadenlos agierenden Alleinherrscher in einem fast sektenartig geschlossenen Ikea-Imperium schildert. Im Januar dann sorgte eine schwedische TV-Dokumentation über eine bisher geheime Ikea-Stiftung namens Interogo als Geldzentrale im "Steuerparadies" Liechtenstein für Aufsehen.

Kamprad fing 1943 mit kleinem Versandhandel an

Angefangen hatte der Sohn sächsischer Einwanderer 1943 mit gepumpten 300 Kronen (heute 33 Euro) und einem kleinen Versandhandel. Er gab ihm den Namen Ikea nach den Anfangsbuchstaben seines Vornamens und Nachnamens sowie des Geburtsortes Elmtaryd bei Agunnaryd. Nach dem ersten Katalog 1948 für importierte Artikel wie Kugelschreiber, Gemüsesamen, Uhren sowie auch Möbel ging es steil nach oben. In den 50er Jahren versorgte Kamprad seine Landsleute im sozialdemokratisch geprägten schwedischen "Folkhem" ("Volksheim") mit dazu passenden preisgünstigen Möbeln und konnte 1963 das erste ausländische Möbelhaus in Oslo eröffnen.

Deutschland ist der wichtigste Markt für Ikea

Mit knapp einem Fünftel des Umsatzes ist Deutschland inzwischen das mit Abstand wichtigste Land für den schwedischen Konzern. Dass Kamprad zu Deutschland in den 40er Jahren auch als aktiver Jung-Nazi ein besonderes Verhältnis hatte, kam erst Mitte der 90er Jahre ans Licht. Kamprad nannte diese Zeit die "größte Dummheit" seines Lebens und schrieb eine mehrseitige handschriftliche Entschuldigung an alle Ikea-Beschäftigten.

Harsches Urteil über die Erben

Das brachte ihm ebenso Schlagzeilen mit positivem Unterton ein wie seine oft verblüffenden und ehrlich wirkenden persönlichen Bekenntnisse, so zu seiner ausgeprägten Lese- und Schreibschwäche (Dyslexie) und zum ewigen Kampf gegen den Dämon Alkohol: "Ich mag Whisky und Wein sehr. Aber ich muss Pausen machen, sonst wird das ein Problem, und ich trinke einfach immer weiter." Was nach Ingvar Kamprad an der Ikea-Spitze passiert, ist wohl weiter nicht eindeutig entschieden: Seine drei Söhne hat der alte Mann öffentlich immer wieder als komplett untauglich für das große Erbe abgestempelt.

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