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Debatte um Zuzug ausländischer Fachkräfte

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Debatte um Zuzug ausländischer Fachkräfte

22.06.2011, 10:44 Uhr | oca, AFP, dpa, AFP, dpa, t-online.de

Debatte um Zuzug ausländischer Fachkräfte. Fachkräftemangel: Selbst Langzeitarbeitslose haben wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Fachkräftemangel: Selbst Langzeitarbeitslose haben wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Deutschland mangelt es an qualifizierten Arbeitskräften. Darin sind sich Politik und Wirtschaft einig. Allerdings gehen die Meinungen, wie diese Lücke zu schließen ist, weit auseinander. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise und FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sind für eine gezielte Zuwanderung von Fachkräften. Unionspolitiker und Gewerkschaften fordern dagegen die Ausschöpfung des Potentials bei den Beschäftigten hierzulande. Das Bundeskabinett berät nun mit Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften, wie das Dilemma gelöst werden kann.

Weitere Themen sind eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine stärkere Einbindung von älteren Arbeitnehmern und Arbeitslosen sowie bessere Bildungschancen für alle ab frühester Kindheit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Integration und Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte.

DGB-Chef fordert Ausschöpfung von Fachkräftepotential

Der an dem Treffen teilnehmende Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Michael Sommer, sagte der "Passauer Neuen Presse": "Die Forderung nach niedrigeren Einkommensgrenzen (für Zuwanderer) hat doch nur ein Ziel: Die Unternehmen wollen Billig-Hochqualifizierte - gute Qualifikation erwünscht, aber schlecht bezahlt. Das ist eine Schande." Bevor an Zuwanderung gedacht werde, müssten daher "die Potentiale hier in Deutschland" ausgeschöpft werden, sagte Sommer weiter. Zudem seien in Spanien, Irland und anderen EU-Ländern teilweise mehr als 40 Prozent der Jugendlichen arbeitslos. "Um diese jungen Menschen sollte sich die deutsche Wirtschaft bemühen und nicht in erster Linie um billigere Arbeitskräfte aus dem fernen Osten."

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Ver.di-Chef Frank Bsirske forderte Maßnahmen besonders für die Pflegebranche: "Gerade in der Alten- und Krankenpflege ist der Mangel an Fachpersonal derzeit besonders akut", erklärte er in der "Rheinischen Post".

Brüderle fordert konkrete Regeln

Unterdessen forderte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle eine Aussetzung der Vorrangprüfung in sämtlichen Branchen. "Eine Unterscheidung nach Branchen im Moment ist nicht nachhaltig: Jetzt fehlen vielleicht Ärzte und Ingenieure, morgen fehlen jedoch Fachkräfte in weiteren oder anderen Feldern", sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt". Es sei demografisch bereits absehbar, dass es zu einem umfassenden Fachkräftemangel kommen werde. Brüderle forderte die Einrichtung eines Systems der Zuwanderungssteuerung, das auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts reagiere.

Der FDP-Politiker nahm damit Bezug auf Aussagen von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), die vor allem mehr ausländische Ärzte und Ingenieure nach Deutschland holen und dafür bürokratische Hürden abbauen will. Im Gespräch ist demnach die Abschaffung von Vorrangprüfungen in diesen Branchen. Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) forderte im "Hamburger Abendblatt" die Regierung auf, gezielt in Spanien nach Fachkräften zu suchen.

CSU signalisiert Einlenken

Die CSU lehnte indes eine Änderung des Zuwanderungsrechts ab, mit der die FDP die Einwanderung von Fachkräften erleichtern will. Der CSU-Wirtschaftsexperte Georg Nüßlein sagte der "Berliner Zeitung": "Wir brauchen da keine Änderung." Auch die von der FDP und Teilen der Union geplante Absenkung der Gehaltsgrenzen für die Erteilung unbefristeter Arbeitsgenehmigungen sei nicht nötig. "Wer das will, will keine Fachkräfte holen, sondern billige Arbeitskräfte", sagte Nüßlein der Zeitung.

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