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Bewerbungsgespräch: So antworten Sie auf typische Fragen

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Fangfragen in Bewerbungsgesprächen  

Fangfragen in Bewerbungsgesprächen: "Warum ausgerechnet Sie?"

31.07.2017, 13:21 Uhr | t-online.de / dpa-tmn, dpa-tmn, t-online.de

Bewerbungsgespräch: So antworten Sie auf typische Fragen. Bewerbungsgespräch: So antworten Sie auf typische Fragen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bewerbungsgespräch: So antworten Sie auf typische Fragen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kandidaten, die auf diese Frage antworten, dass sie der Richtige für den Job sind, haben bei manchem Chef schon verloren. Klar, der Bewerber will den Job. Sonst wäre er kaum hier. Personaler möchten aber keine auswendig gelernten Standardsätze aus dem Ratgeber hören, sondern sie wollen Informationen aus dem Bewerber herauskitzeln, die nicht im Lebenslauf stehen. Um hinter die Fassade zu schauen, nutzt mancher Personalverantwortliche provokante Fangfragen - und stellt die Nervenstärke des Bewerbers bewusst auf die Probe.

Was hinter den Fragen steckt

Viele Bewerber erkennen die eigentliche Absicht hinter der Frage "Warum ausgerechnet Sie?" nicht. "In der Art und Weise wie der Betroffene erklärt, warum er für die Stelle geeignet ist, offenbart er unbewusst seine Stärken und Schwächen", erklärt Bewerbungscoach und Buchautor Heiko Lüdemann aus Stuttgart. Mit derartigen Fragen wollen Personaler überprüfen, wie gut sich der Bewerber vorbereitet hat, zum anderen wollen sie auch eventuellen Lügen aus dem Lebenslauf auf die Schliche kommen. "Bei dieser Frage sollte man auch eine echte Schwäche nennen, die allerdings für die angestrebte Position nicht so relevant ist", rät der Psychologe Ernst Fay aus Bonn, der Unternehmen bei der Personalauswahl berät. "Bewerber dürfen sich auf gar keinen Fall in Widersprüche verwickeln", warnt Lüdemann. Denn genau dann hake das Gegenüber nach.

Personaler testen Stressresistenz

Gerade Fragen, die mit der Stellenausschreibung scheinbar nichts zu tun haben, sollen die Stressresistenz des potenziellen neuen Mitarbeiters testen. Denn auf Fragen wie "Mit welcher bekannten Persönlichkeit aus dem 19. Jahrhundert würden Sie sich vergleichen und warum?" können wohl die Wenigsten spontan korrekt beantworten. "Häufig will der Verantwortliche einfach sehen, wie der Bewerber mit einer Stresssituation zurecht kommt", erklärt der Psychologe Fay.

Klassische Fangfragen

Ein Klassiker unter den Fangfragen ist die Aufforderung, Stärken und Schwächen der eigenen Person zu nennen. Den Versuch eines Kandidaten, eine Stärke als Schwäche zu verkaufen, werten Personaler nicht positiv. Punkten kann hingegen, wer soziale und fachliche Kompetenzen ins Feld führt und diese an einem konkreten Beispiel belegt, so Steffen Westermann vom Büro für Berufsstrategie in Berlin. Fragen nach dem Entwicklungspotenzial des Bewerbers gehen in dieselbe Richtung. "Bewerber denken bei dieser Frage fälschlicherweise oft, es gehe um ihre Stärken, dabei will der Personaler dadurch Schwächen erkennen", erklärt Westermann.

Hintergründige Fragetechnik

Personaler wünschen sich Mitarbeiter, die sich ganz bewusst für ihr Unternehmen entschieden haben, da sie von ihnen mehr Engagement erwarten als nur den Dienst nach Vorschrift. Deshalb wird die Frage "Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben?" in Vorstellungsgesprächen am häufigsten gestellt. Personaler wollen vom Bewerber dann eine kleine Liebeserklärung an das Unternehmen hören - die sollte aber gut verpackt sein.

Übertriebene Komplimente sind tabu

Durchschaubare Treueschwüre und Schmeicheleien sind aber verpönt, erklärt Claus Peter Müller-Thurau in seinem Buch "101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch". Personaler erwarten von einem guten Bewerber, dass er zunächst prüft, ob die Aufgabe zu ihm passt und danach abklärt, ob er sich mit dem Unternehmen identifizieren kann.

Bewusste Provokation

Auch das Beratungsunternehmen Ernst & Young möchte Informationen über die Bewerbungskandidaten, die sie freiwillig vermutlich nicht preisgeben würden. "Es gibt Fangfragen. Zum Beispiel wenn ich den Bewerber durch eine provokante These aus der Reserve locken möchte", sagt Andreas Butz, HR-Referent bei Ernst & Young im Gespräch mit dem Karriereportal "coachacademy.de". "Fangfragen sind aber auch Fragen, die der Bewerber nicht erwartet hat und darauf entsprechend nicht vorbereitet ist." Ihm falle immer wieder auf, dass viele Bewerber nicht mit scharfen Thesen umgehen könnten, wenn sie damit überrascht würden. Nur wenige trauten sich, eine klare Position zu beziehen, so Butz. "Ich persönlich wünsche mir mehr Bewerber die ihre Meinung offen aussprechen – und das natürlich durch entsprechende Argumente untermauern können."

Kritikfähigkeit auf dem Prüfstand

Zu dieser Fragenkategorie gehört auch "Weshalb haben Sie beruflich noch nicht mehr erreicht?" - die aggressive Variante von "Würden Sie alles noch einmal so machen?". Damit gehen Personaler der Kritikfähigkeit des Bewerbers auf den Grund und testen seine Reaktion auf Vorhaltungen - vor allem, wenn der Lebenslauf Lücken aufweist. Positiv bewertet wird in diesem Fall eine offene Antwort, die zeigt, dass der Betreffende aus Fehlern gelernt hat.

Zwielichtige Fragen können Image schaden

Viele Personalprofis verzichten allerdings inzwischen darauf, Bewerber mit zwielichtigen Fragen auf Herz und Nieren zu prüfen. "Fangfragen? Das tun wir nicht", sagte etwa Sehnaz Özden, Leiterin des Continental Recruiting Centers, im Gespräch mit "fazjob.net". "Das schadet unserer Außenwirkung."

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