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Sonderleistung des Arbeitgebers  

Urlaubsgeld: Gibt es einen gesetzlichen Anspruch?

07.06.2017, 12:21 Uhr | dpa-tmn

Urlaubsgeld: Gibt es einen gesetzlichen Anspruch?. Ein Koffer auf einer Weltkarte mit Urlaubsgeld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Miss Tuni)

Nach einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung bekommen nur etwa zwei von fünf Arbeitnehmern (43 Prozent) Urlaubsgeld (Quelle: Miss Tuni/Thinkstock by Getty-Images)

Das Urlaubsgeld ist eine freiwillige Sonderleistung des Arbeitgebers, die als Zuschuss zu urlaubsbedingten Aufwendungen dienen soll. Obwohl oftmals vertragliche Vereinbarungen die Leistungen absichern, haben Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Anspruch. Gemäß dem Gleichbehandlungsgesetz muss das Urlaubsgeld allen oder keinem Angestellten gezahlt werden, es sei denn, es gibt gerechtfertigte Gründe.

Wer bekommt Urlaubsgeld?

Urlaubsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, erklärt die Gewerkschaft Verdi auf ihrer Webseite. Anders liegt der Fall laut DGB-Rechtsschutz nur, wenn das Urlaubsgeld in Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt ist. Auch hier kann der Arbeitgeber aber festlegen, dass die Zahlung freiwillig ist und jederzeit widerrufen werden kann. Nach einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung bekommen nur etwa zwei von fünf Arbeitnehmern (43 Prozent) Urlaubsgeld.

Es muss dabei zuerst immer zwischen Urlaubsentgelt und dem Urlaubsgeld unterschieden werden. Das Urlaubsentgelt ist die Lohnfortzahlung während des Urlaubes. Das Urlaubsgeld an sich ist eine Leistung des Arbeitgebers zusätzlich zum regulären Gehalt. Es wird entweder zu einem regelmäßigen Zeitpunkt im Jahr ausgezahlt oder mit dem Urlaubsentgelt gemeinsam.

Urlaubsgeld ist gesetzlich nicht geregelt

Es gibt für das Urlaubsgeld keine gesetzliche Regelung. Ist die Sonderzahlung aber in dem Tarifvertrag, der Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag fixiert, so muss der Arbeitgeber zahlen. Manchmal ist die Zahlung auch an eine Vereinbarung gebunden. So können beispielsweise Wartefristen bis zur erstmaligen Zahlung vereinbart sein. Aber auch ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis kann für den Erhalt des Urlaubsgeldes notwendig sein.

Es ist ebenso möglich, dass die Zahlung der Leistung an die Gewährung des Urlaubes gebunden ist. Weiterhin kann es passieren, dass Mitarbeiter in der Elternzeit kein Urlaubsgeld bekommen. Tipp: Genau die eigenen Unterlagen lesen und unter Umständen den Betriebsrat befragen.

Gleiches Recht für alle

Gibt es in einem Betrieb Urlaubsgeld oder ähnliche Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, gilt allerdings die Regel "Gleiches Recht für alle": Teilzeitkräfte oder Minijobber müssen dann laut Verdi ebenso Urlaubsgeld bekommen. Hat der Arbeitgeber mehrere Jahre lang im Sommer etwas mehr bezahlt, darf er den Bonus außerdem nicht ohne weiteres stoppen: Dann gilt eventuell der Grundsatz der betrieblichen Übung. Die durchzusetzen, ist allerdings im Einzelfall oft nicht ganz einfach, warnt die Gewerkschaft.

Die Höhe der Zahlung ist unterschiedlich

Die Höhe der Zahlung kann sehr unterschiedlich ausfallen und richtet sich nach der Branche, dem Unternehmen und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Zwischen etwa 150 und 2.000 Euro bekommen Beschäftigte in der mittleren Lohn- und Gehaltsgruppe, schreibt "Lohnspiegel.de".

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Wenn das Urlaubsgeld gestrichen wird

In wirtschaftlich schlechten und unsicheren Zeiten streichen die Arbeitgeber zum Teil freiwillige Leistungen. Ist die Sonderzahlung aber im Vertrag schriftlich festgehalten, ist eine Streichung nicht so einfach. Auch ohne schriftlichen Nachweis ist die Streichung nicht immer ganz so leicht für den Arbeitgeber. Tipp: Auch hier kann sich der Betriebsrat einschalten. (Hochzeit, Umzug, Geburt: Wann gibt es Sonderurlaub?)

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