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Zahl befristeter Jobs auf Höchststand

23.02.2012, 11:37 Uhr | dapd, t-online.de, t-online.de, dapd

Zahl befristeter Jobs auf Höchststand. Von einem Dauerarbeitsplatz können viele Beschäftigte nur träumen (Quelle: dpa)

Von einem Dauerarbeitsplatz können viele Beschäftigte nur träumen (Quelle: dpa)

Der Trend zu Arbeitsverhältnissen auf Zeit ist ungebrochen. Mit 2,7 Millionen befristet Beschäftigten - einer Million mehr als vor zehn Jahren - ist ein neuer Höchststand erreicht. Nahezu jeder zweite neu abgeschlossene Arbeitsvertrag habe mittlerweile ein Verfallsdatum, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) und bezieht sich dabei auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Befristungen haben drastisch zugenommen

Laut IAB-Betriebspanel waren im ersten Halbjahr 2011 eine Million von insgesamt 2,2 Millionen Neueinstellungen befristet. Fast jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hat mittlerweile keinen Dauerarbeitsplatz mehr. Vor zehn Jahren lag der Anteil befristeter Verträge noch bei 6,1 Prozent. Damals waren es lediglich 1,7 Millionen.

Besonders prekär sei die Lage beispielsweise in Niedersachsen, berichtete die "HAZ". Seit 2001 habe sich die Zahl der befristeten Verträge in dem Bundesland fast verdoppelt - von 122.000 auf 241.000 im ersten Halbjahr 2011.

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Expertin: Risiko wird auf Mitarbeiter geschoben

Flexible Arbeitsverhältnisse würden zunehmend genutzt, um die Risiken einseitig auf die Arbeitnehmer abzuwälzen, sagte Brititte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, im Gespräch mit der Zeitung. Die Expertin forderte demnach, die Möglichkeit der Befristung auf maximal zwei Jahre "ohne Sachgrund" müsse gestrichen werden.

Befristete Beschäftigung bedeute häufig geringe Bezahlung, ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden, und schlechte Weiterbildungschancen, kritisierte Pothmer in der "HAZ". "Der Zweck, über die Befristung kurzfristig Spitzen im Arbeitsaufkommen abzufedern oder zeitlich begrenzt Personal zu ersetzen, gerät zunehmend in den Hintergrund."

EuGH hat grünes Licht für Kettenarbeitsverträge gegeben

Ende Januar hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) befristete Kettenarbeitsverträge auch über viele Jahre hinweg grundsätzlich erlaubt (Az.: C-586/10). Voraussetzung dafür ist allerdings ein "sachlicher Grund", zum Beispiel ein ständiger Vertretungsbedarf.

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