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Gericht kippt Kündigung vom "Contact Center Manager"

11.06.2012, 12:44 Uhr | t-online.de - sia, t-online.de

Gericht kippt Kündigung vom "Contact Center Manager". Englische Jobtitel haben auch arbeitsrechtlich ihre Tücken (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Englische Jobtitel haben auch arbeitsrechtlich ihre Tücken (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Englische Begriffe und Jobtitel sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln - sogar vor Arbeitsrichtern wird darum gestritten. Unterzeichnet zum Beispiel der "Contact Center Manager" eines Unternehmens die Kündigung eines Mitarbeiters, der über keine Englischkenntnisse verfügt, ist der Rauswurf unwirksam. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern entschieden (Az.: 2 Sa 290/11).

Was macht ein "Contact Center Manager"?

Im konkreten Fall hatte im März 2011 ein Telefondienstleister eine Frau entlassen, die seit September 2009 im Telefonservice der Firma tätig war. Die Kündigung war unterschrieben vom "Contact Center Manager", dem Niederlassungsleiter des Betriebs. Unter dem Arbeitsvertrag der Beschäftigten hingegen standen Name und Funktion des "Facility Directors".

Die Entlassene wehrte sich gegen ihren Rauswurf vor dem Arbeitsgericht Rostock. Sie sei des Englischen nicht mächtig und wisse weder, was ein "Contact Center Manager" sei, noch ob dieser die Berechtigung habe, eine Kündigung auszusprechen. Die Rostocker Richter gaben ihrer Klage statt (Az.: 2 Ca 409/11). Es sei nicht ersichtlich, dass im deutschsprachigen Raum mit diesem Begriff das Kündigungsrecht verbunden ist.

Berufung vom dem LAG gescheitert

Daraufhin ging das Unternehmen in die Berufung, konnte sich aber auch vor dem LAG Mecklenburg-Vorpommern nicht durchsetzen. Die Richter befanden, aus dem Zusatz "Contact Center Manager" erschließe sich für die Mitarbeiterin nicht, dass es sich um den Niederlassungsleiter ihrer Firma handele - selbst wenn die Frau das möglicherweise gewusst habe.

Der Arbeitgeber argumentierte, im Intranet des Unternehmens hätte sich die Gekündigte durch eine englischsprachige Aufgabenbeschreibung des Niederlassungsleiters über dessen Befugnisse informieren können. Außerdem sei die Führungskraft in der Presse als Standortleiter bezeichnet worden.

Unzureichende Information machen Rauswurf unwirksam

Das LAG wies diese Hinweise als unerheblich ab. Vor der Kündigung hätte demnach der Arbeitgeber seiner Angestellten aufzeigen müssen, welche Person im Betrieb eine Position inne hat, die ein Kündigungsrecht umfasst. Die Entlassung sei daher unwirksam, auch sahen die Richter keinen Anlass, den Fall zur Revision zuzulassen.

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