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Arbeitszeit: Rund um die Uhr im Job? Rettet den Feierabend!

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Rund um die Uhr im Job? Rettet den Feierabend!

25.07.2012, 13:07 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Arbeitszeit: Rund um die Uhr im Job? Rettet den Feierabend!. Wer noch im Bett arbeitet, schläft oft schlecht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer noch im Bett arbeitet, schläft oft schlecht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Früher galten in den meisten Betrieben feste Arbeitszeiten, die Mitarbeiter starteten pünktlich in den Feierabend. So einfach ist das heute nicht mehr. Für viele Beschäftigte sind Arbeit und Freizeit kaum noch sauber zu trennen. Warum das krank machen kann und wie Sie es schaffen, sich nicht ganz vom Job vereinnahmen zu lassen.

Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmen immer mehr

Die "Entgrenzung von Arbeit und Freizeit" nennt Wolfgang Panter das Verschwimmen der Grenzen zwischen Berufstätigkeit und Privatleben. Panter ist Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW). Wo sich beides nicht mehr auseinanderhalten lässt, gibt es keinen Feierabend mehr.

Mittlerweile hat auch die Politik das Thema entdeckt: Eine deutliche Trennung von Arbeit und Freizeit forderte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erst kürzlich. Hilfreich dafür sei es, sich selbst klare Regeln zu geben, betont Experte Panter.

Nicht noch im Bett Job-Mails checken

Etwa dafür, wann das Einloggen ins Firmennetzwerk am Wochenende definitiv tabu ist oder wann abends das Handy ausgeschaltet wird. Mails noch kurz vor dem Einschlafen zu lesen, sei ohnehin nicht zu empfehlen, sagt Panter. Wer darauf verzichtet, schläft in der Regel ruhiger.

Zunehmender Druck macht Psyche krank

Dass der Druck am Arbeitsplatz zunimmt, ist nicht nur gefühlt so. Nach Einschätzung der Bundespsychotherapeutenkammer in Berlin fallen immer mehr Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen aus. Statistisch gesehen sind 12,5 Prozent aller Fehltage auf sie zurückzuführen. Vor allem die Zahl der Krankentage wegen Burnout-Symptomen hat erheblich zugenommen: Waren es im Jahr 2004 nur 0,6 Fehltage pro 100 Versicherte, stieg die Zahl 2011 schon auf neun Tage.

Verlässliche Daten dazu, wie stark der Stress am Arbeitsplatz zugenommen hat, gebe es kaum, sagt Birgit Köper von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. "Stress ist auch ein subjektives Phänomen." Grundsätzlich sei die Zunahme psychischer Belastungen und psychischer Erkrankungen aber unstrittig.

Anforderungen im Job sind stark gestiegen

Und während sich beim Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit viel getan hat, sind die Betriebe demnach bei der Prävention der neuen Gesundheitsrisiken noch ganz am Anfang. Ein Grund für die Entwicklung ist nach Panters Überzeugung, dass die Arbeitszeitverkürzung der vergangenen Jahrzehnte zu einer Verdichtung der Arbeit geführt hat. Vor allem habe jedoch die Komplexität der Arbeit enorm zugenommen.

Immer erreichbar? Besser nicht!

Längst gebe es auch eine Kultur der ständigen Erreichbarkeit. Das gelte nicht für alle, aber für immer mehr Arbeitnehmer. Und Vorgesetzte, die gewohnt sind, praktisch immer angerufen werden zu können, vermitteln diese Haltung im Betrieb auch an andere - davon ist Panter überzeugt. Auch das trägt dazu bei, dass der Feierabend verschwindet: Wer immer erreichbar ist, hat keinen mehr. "Deshalb sollte man sich sagen 'Jetzt schalte ich das Ding ab'", empfiehlt der Mediziner.

Flexibles Arbeiten hat auch Schattenseiten

Mobil zu arbeiten und bei den Arbeitszeiten flexibel zu sein, habe natürlich auch Vorteile, sagt Svenja Hofert, die als Coach in Hamburg arbeitet. "Viele Arbeitnehmer wünschen sich das ausdrücklich." In der IT-Branche beispielsweise sei das auch nichts Besonderes.

"Kernarbeitszeiten von 9.00 bis 16.00 Uhr finden da viele doof." Aber unterm Strich führe das eben oft dazu, dass mehr gearbeitet wird. Hinzu kommt, dass nicht jeder perfekt in Selbstorganisation sei. Dann ufern die Arbeitszeiten schnell aus - und von Feierabend ist bald keine Rede mehr. "Wenn es einfach zu viel wird, sollte man das ansprechen - auch wenn die Hemmschwelle hoch ist", rät Svenja Hofert. "Am besten gegenüber dem direkten Vorgesetzten."

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