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Bundesagentur: Zahl der Zweitjobs seit 2003 verdoppelt

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Bundesagentur: Zahl der Zweitjobs seit 2003 verdoppelt

05.10.2012, 07:36 Uhr | t-online.de, dpa

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verdienen sich neben ihrer Hauptbeschäftigung noch etwas hinzu. Im Vorjahr habe bereits jeder elfte Beschäftigte zusätzlich zu seinem regulären Arbeitsstelle mindestens einen Minijob ausgeübt, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Behörde bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Saarbrücker Zeitung". Seit dem Jahr 2003 habe sich damit die Zahl der Zweitjobs mehr als verdoppelt.

Zahlen nehmen stetig zu

Hatte der Anteil der Nebenjobber unter Männer und Frauen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Juni 2003 mit knapp 1,2 Millionen lediglich bei 4,3 Prozent gelegen, seien es im Juni 2011 bereits 2,5 Millionen oder 8,8 Prozent gewesen. Demnach ging im Vorjahr etwa jeder elfte Beschäftigte mindestens einem Minijob nach. Im Jahr 2003 war es erst jeder 23. Arbeitnehmer, so die Zeitung.

Bereits 2010 sei die Zahl der Personen mit einem Zweitjob um rund 135.000 gestiegen. Das entsprach einem Zuwachs von 5,7 Prozent. Die Bundesagentur führt diese Entwicklung im wesentlichen darauf zurück, dass seit dem Jahr 2003 Minijobs auch als Nebenjob ausgeübt werden dürfen. "Seitdem nehmen die Zahlen zu", sagte eine BA-Sprecherin.

"Arbeit ist nicht mehr Existenz sichernd"

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, sieht einen deutlichen Hinweis dafür, "dass Arbeit nicht mehr Existenz sichernd ist und das Geld aus einem Job nicht mehr ausreicht". Das Zeit-Arbeitsverhältnis, aus dem man sein Leben bestreiten könne, werde immer weiter zurückgedrängt, sagte sie der Zeitung.

Die Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer, sieht dagegen ein anderes Problem. Sie kritisierte im Gespräch mit der "Saarbrücker Zeitung", dass Arbeitnehmer für Überstunden alle Lohnnebenkosten einschließlich Steuern zahlen müssten - wer dagegen noch einen Minijob habe, brauche das nicht. Das sei "extrem unfair gegenüber der Versichertengemeinschaft", deshalb müssten Minijobs unattraktiver gemacht werden, so ihre Forderung.

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