Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Hartz-IV-Risiko für Ältere steigt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Arbeitslosigkeit: Hartz-IV-Risiko für Ältere steigt

22.12.2012, 14:49 Uhr | dpa

Hartz-IV-Risiko für Ältere steigt. Immer mehr ältere Arbeitslose bekommen Hartz IV (Quelle: dapd)

Immer mehr ältere Arbeitslose bekommen Hartz IV (Quelle: dapd)

Einen Job zu finden ist schwer. Noch schwieriger wird es, wenn Suchende über 55 Jahre sind. So rutschen viel von ihnen in Hartz-IV ab. Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" waren im November rund 291.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger über 55 Jahre registriert - 40.000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Dies entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent. Die Zeitung beruft sich dabei auf offizielle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Auch insgesamt ist danach die Zahl der über 55 Jahre alten Arbeitslosen binnen eines Jahres gestiegen, und zwar um 3,8 Prozent auf 534.000. Dagegen hat sich die Arbeitslosigkeit insgesamt im Vorjahresvergleich nur um 1,4 Prozent erhöht.

Arbeitsmarkt für Ältere sehr schwierig

Eine Sprecherin der Bundesagentur machte dafür zum einen demografische Gründe verantwortlich. "So wie die Belegschaften in den Betrieben altern, so altern auch die Arbeitslosen." Zum anderen sei es aber auch eine Tatsache, dass der Arbeitsmarkt für Ältere sehr schwierig sei. Ältere Arbeitslose hätten schlechtere Chancen, wieder in Arbeit zu kommen.

Die Sozialpolitikerin der Linken, Sabine Zimmermann, sagte, das tatsächliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit von Älteren werde durch die gesetzlichen Statistik-Vorgaben kaschiert. So würden fast 118.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger im Alter von über 58 Jahren nicht mehr mit gezählt, weil sie von den Jobcentern ein Jahr lang kein Arbeitsangebot bekommen hätten.

Millionen Niedrigverdiener erhalten Hartz IV

Nach einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfragen der Linken haben im vergangenen Jahr mehr als 1,21 Millionen Niedrigverdiener zusätzliche Hartz-IV-Leistungen zum Lebensunterhalt bekommen. Wie die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf die Antwort berichtet, wurden an die sogenannten Aufstocker 10,73 Milliarden Euro ausgezahlt. Der Parteichef der Linken, Bernd Riexinger, sagte: "Da werden Milliarden verpulvert, um Hungerlöhne aufzufüllen."

Seit dem Hartz-IV-Start im Jahr 2005 seien bereits mehr als 70 Milliarden für Aufstocker ausgegeben worden. Riexinger forderte einen gesetzlichen Mindestlohn: Löhne, die bei Vollzeitarbeit nicht zum Leben reichten, müssten unter Strafe gestellt werden.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017