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Burnout: Psycho-Krankheiten treiben immer mehr in die Frührente

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Psycho-Krankheiten treiben immer mehr in die Frührente

30.12.2012, 13:19 Uhr | t-online.de, dpa

Burnout: Psycho-Krankheiten treiben immer mehr in die Frührente. Psycholeiden sind in Unternehmen hierzulande auf dem Vormarsch (Quelle: imago/emil umdorf)

Psycholeiden sind in Unternehmen hierzulande auf dem Vormarsch (Quelle: imago/emil umdorf)

Psychische Probleme sind Informationen der "Welt am Sonntag" zufolge der häufigste Grund, warum Beschäftigte vorzeitig den Beruf aufgeben. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Demnach flüchten Betroffene vor allem wegen Depressionen und Angststörungen in die Frührente.

DRV-Zahlen zeigen Rekordwert

2011 hätten rund 41 Prozent der Arbeitnehmer, die eine Erwerbsminderungsrente beantragten, Depressionen, Angstzustände oder andere psychische Erkrankungen geltend gemacht, meldet die Zeitung. Das sei ein Rekordwert. Mehr als vier von zehn vorzeitig Arbeitsunfähigen seien also psychisch krank gewesen, andere Leiden - etwa Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen - rangieren weit dahinter.

Im Jahr 2000 lag der Anteil demnach noch bei 24 Prozent, bis 2010 sei er auf 39 Prozent gestiegen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 73.200 Menschen wegen psychischer Störungen in Rente gegangen, hieß es. Frauen seien dabei überproportional betroffen. Laut DRV seien 48 Prozent der weiblichen Beschäftigten, die arbeitsunfähig werden, psychisch krank. Unter den männlichen Kollegen erreiche der Anteil 32 Prozent.

Psychoerkrankungen zunehmend anerkannt

Die DRV geht dem Bericht zufolge davon aus, dass sich der Anstieg durch eine größere Offenheit im Umgang mit Psychoerkrankungen sowie eine höhere Bereitschaft, Krankheiten wie Depressionen anzuerkennen, erklären lässt.

Gewerkschaften und Oppositionspolitiker machen eine zunehmende Belastung am Arbeitsplatz für diese Entwicklung verantwortlich. "Die psychischen Belastungen durch Hetze und Stress am Arbeitsplatz sind inzwischen so hoch, dass sie die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gefährden", zitiert die Zeitung Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Beruf und Familie oft nicht zu vereinbaren

Eine im Frühjahr veröffentlichte Umfrage des DGB unter mehr als 6000 Arbeitnehmern hat gezeigt: Etwa jeder vierte Arbeitnehmer muss häufig auch im Feierabend für den Job erreichbar sein, jeder siebte arbeitet von zu Hause aus weiter - unbezahlt.

Kritik an Arbeitsbedingungen, unter denen sich Beruf und Familie nicht vereinbaren lassen, äußerte auch Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. "Das erklärt, warum weit häufiger Frauen als Männer aus psychischen Gründen arbeitsunfähig werden", sagte Lauterbach der "Welt am Sonntag".

Besserer Schutz vor Überlastung geplant

Indes will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nach den Angaben Arbeitnehmer besser vor Stress und Überbelastung am Arbeitsplatz schützen. "Jetzt erarbeiten wir Hand in Hand mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und Unfallkassen, welche Programme und Konzepte und konkreten Regeln Belegschaften wirksam vor psychischen Belastungen schützen können", sagte die Ministerin der Zeitung. Ende Januar plant von der Leyen demnach, eine Initiative für besseren psychischen Arbeitsschutz zu starten.

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