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BER: Wirbel um mögliche Millionenabfindung für Flughafen-Chef

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Flughafen Berlin-Brandenburg  

Wirbel um mögliche Millionenabfindung für Flughafen-Chef

09.01.2013, 16:40 Uhr | dpa, t-online.de

BER: Wirbel um mögliche Millionenabfindung für Flughafen-Chef . Der Noch-Geschäftsführer des Berliner Großflughafens Rainer Schwarz (Quelle: dpa)

Der Noch-Geschäftsführer des Berliner Großflughafens Rainer Schwarz (Quelle: dpa)

Das Debakel um die Verzögerungen beim neuen Berliner Großflughafen BER kostet weitere Verantwortliche den Job. Nach dem Rücktritt von Klaus Wowereit vom Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden steht nun der Chef des Flughafens Berlin Brandenburg vor der Ablösung. Die "Bild"-Zeitung berichtete dazu von einer möglichen Abfindung in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Doch Rainer Schwarz sollte nach Forderung des Berliner CDU-Generalsekretärs Kai Wegner auf Abfindungszahlungen ganz verzichten.

Millionen für notleidende Mieter

Stattdessen sollte der vermutlich siebenstellige Betrag notleidenden Mietern auf dem neuen Hauptstadtflughafen zu Gute kommen, die wegen der erneuten Eröffnungsverschiebung vor der Insolvenz stünden, sagte Wegner der Berliner Tageszeitung "B.Z.". Auf dem neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld hatten viele Geschäftsleute bereits in Läden investiert, die nun aber noch keine Kunden haben. Schwarz soll in der vorgezogenen Aufsichtsratssitzung der Berliner Flughäfen am 16. Januar abberufen werden.

Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle, sagte der "Bild": "Mit einer Abfindung an Schwarz würde der Flughafen-Blamage noch die Krone aufgesetzt. Wenn Schwarz gravierende Fehler nachgewiesen werden können, bleibt uns wenigstens das hoffentlich erspart."

Schwarz-Vertrag läuft bis 2016

Der Manager ist seit dem Jahr 2006 Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Der Vertrag des 56-Jährigen war Ende 2010 bis 2016 verlängert worden. Ob darin auch eine Abfindungszahlung für den Fall eines vorzeitigen Ausscheidens geregelt ist, ist nicht öffentlich bekannt. Allerdings wäre dies bei Managerverträgen dieser Art nicht unüblich.

Hohe Grundvergütung für den Geschäftsführer

Laut Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft bezog Schwarz 2011 ein Bruttojahresgehalt von 355.000 Euro. Es setzte sich zusammen aus einer Grundvergütung von 318.000 Euro und einer erfolgsabhängigen Vergütung von 37.000 Euro. Hinzu kamen 178.000 Euro für die Altersvorsorge und 22.000 Euro für sonstige Aufwendungen wie etwa Dienstwagen.

Berlin und Brandenburg gegen den Bund

Den Antrag auf Abberufung von Schwarz hatte der Bund eingereicht, der schon lange auf dessen Ablösung dringt. Die beiden Flughafen-Mitgesellschafter Berlin und Brandenburg, die jeweils 37 Prozent der Flughafenanteile halten, haben Schwarz aber bisher auf seinem Posten gehalten. Unter dem Eindruck der massiven Probleme auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BER gibt es nun aber einen Kurswechsel.

Explodierende Kosten

Auf den unvollendeten Hauptstadtflughafen rollt unterdessen die nächste Kostenwelle zu. Nach Absage des Eröffnungstermins 27. Oktober rechnet allein die Luftverkehrsbranche mit einem möglichen dreistelligen Millionen-Schaden. Über die Zusatzausgaben berät der Aufsichtsrat in einer Sondersitzung am Mittwoch kommender Woche.

Merkel beunruhigt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beobachtet das Debakel rund um den Großflughafen Berlin mit großer Sorge. Die Kanzlerin sei "natürlich beunruhigt" über Meldungen von der Baustelle, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Neuer Aufsichtsratschef steht noch nicht fest

Derweil hat der Bund seine Position zum geplanten Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz des künftigen Hauptstadtflughafens noch nicht endgültig festgelegt. Die Frage zum Abstimmungsverhalten bei der anstehenden Entscheidung könne er nicht beantworten, sagte ein Sprecher des federführenden Verkehrsministeriums. "Da werden noch viele Gespräche stattfinden." Der Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) werde offenbar abgelehnt.

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